Koniferen schneiden und pflegen: Balkon-Hingucker im Winter

    Pflanzen für den Winterbalkon:Koniferen - unterschätzt und doch so wertvoll

    von Anja Koenzen
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    Koniferen sind extrem vielgestaltig. Mit der richtigen Unterpflanzung sind sie im Winter ein toller Blickfang auf dem Balkon oder im Garten.

    Koniferen - Arten, Pflege und Schnitt
    Koniferen sind ideale Hecken-, Struktur- oder Kübelpflanzen. Sie sind immergrün und zeichnen sich durch verschiedenfarbige Nadeln und besondere Formen aus. Gartenexpertin Anja Koenzen stellt verschiedene Koniferen-Arten vor und gibt Tipps zur Pflanzung.12.12.2023 | 7:49 min
    Koniferen - für viele klingt die Bezeichnung nicht vielversprechend. Zu Unrecht, denn sie sind extrem vielgestaltig und dazu noch recht pflegeleicht und anspruchslos.
    Sie werden auch "Kiefernartige" genannt und sind die größte heute noch lebende Gruppe der nacktsamigen Pflanzen. Meistens haben diese Gehölze Zapfen, woher auch ihr Name rührt: conus = Kegel/Zapfen und ferre = tragen. Also Zapfenträger.
    Häufig wird der Begriff Konifere synonym mit Nadelgehölz verwendet - jedoch gibt es auch Arten, die keine Nadeln tragen wie Zypressen, Thuja oder auch Wacholder. Auch sind nicht alle immergrün. Gehölze wie Lärchen, Sumpfzypressen und Urweltmammutbaum sind im Winter nadellos. Sogar bei den immergrünen muss grün nicht immer grün sein. Viele Sicheltannen beispielsweise färben sich im Winter kupferrot.

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    In vielen Gärten zuhause

    Die Pflegeleichtigkeit macht Koniferen so beliebt. Sie sorgen besonders im Winter für Farbe und Struktur. Für Terrasse oder Balkon gibt es Zwergformen von Wacholder, Kiefern und vielen anderen Koniferen. Durch die Haltung im Kübel werden aber auch an sich hochwachsende Gehölze wie die Lärche ein wenig ausgebremst.
    Thuja, dekorativer Beschnitt in Form von Kugeln
    Koniferen wie Thuja lassen sich dekorativ beschneiden.
    Quelle: Imago

    Kriechende Formen von Wacholder, Tanne und Co. machen auch im Kübel eine gute Figur und können prima mit Kugel- oder Säulenformen kombiniert werden. Wählt man die richtigen Sorten wie Säulenwacholder oder -eibe ist hierfür noch nicht mal ein Formschnitt notwendig.
    Formentechnisch auf die Spitze treiben kann man das Ganze mit Eiben. Sie lassen sich zu nahezu jeder Form schneiden, ob Kugeln, Kegel, Würfel oder Fantasiefiguren.

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    Auf die richtige Pflanzzeit achten

    Gehölze für den Garten werden heutzutage fast ausschließlich im Container angeboten. Wenn Sie größere Pflanzen als sogenannte Solitärgehölze in einer Baumschule kaufen, bekommen Sie diese meist mit Erdballen geliefert.
    Eine gute Pflanzzeit für alle Koniferen ist der Frühling, etwa ab Mitte März. Wenn Sie ein Nadelgehölz zum Saisonende pflanzen wollen, sollten Sie das möglichst schon im August tun - so hat die Pflanze im warmen Boden noch etwas Zeit zum Einwurzeln, bis der Winter kommt. Generell ist eine Pflanzung aber während der gesamten Gartensaison möglich, sofern die Koniferen einen Topfballen haben.

    Gießen nicht vergessen

    Vergessen Sie nur bei Trockenheit das Gießen nicht. Im Gegensatz zu den Laubgehölzen sieht man den meisten Koniferen nicht an, wenn sie unter Trockenstress leiden. Werfen sie dann die ersten Nadeln ab oder bekommen braune Triebspitzen, ist es bei frisch gepflanzten Koniferen häufig schon zu spät. Gerade bei im Topf gehaltenen Koniferen muss man das richtige Maß an Feuchtigkeit im Auge behalten.

    Wässern auch im Winter

    Stehen die Pflanzen im Topf und sind sie immergrün, ist es wichtig, dass sie ausreichend Feuchtigkeit auch im Winter erhalten.
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    Unterpflanzung mit blühenden Stauden

    Koniferen lassen sich auch gut mit Stauden kombinieren, so dass man auf Blüten nicht verzichten muss. Da Koniferen, insbesondere Fichten und Kiefern, mit ihrer Nadelstreu den Boden mit der Zeit versauern, wählt man am besten Pflanzen als Kombinationspartner aus, die gut im Halbschatten und humusreichen, sauren Böden wachsen. Dazu zählen die Herzblättrige Schaumblüte, Funkien, Elfenblumen, Farne und die meisten anderen Wald- oder Waldrandstauden.

    Stattliche Eibenkugeln sind in der Anschaffung kostenintensiv. Hier ein Spartipp für Geduldige: Mehrere preiswerte Jungpflanzen nebeneinander pflanzen und über den Schnitt zu einer großen Kugel formen. Manche Heckenpflanzen wie die Eibe kann man auch als wurzelnackte, drei- bis vierjährige Sämlinge kaufen. Sie werden aufgrund der geringeren Transportkosten vor allem über das Internet angeboten.

    Pflanzen Sie wurzelnackte Eiben immer spätestens im März und kürzen Sie mit der Gartenschere die Wurzeln etwas ein, bevor Sie die Heckenpflanzen setzen. So erhält man in wenigen Jahren für kleines Geld große Prachtexemplare.

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