Hacktivisten attackieren israelische Seiten im Netz
Cyberattacken der Hamas?:Hacktivisten: Terror gegen Israel im Netz
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Der Terrorangriff der Hamas ist offenbar begleitet worden von Aktionen politisch motivierter Hacker. Analysten sehen "erhebliche Cyberspionage-Aktivitäten" von Hacktivisten.
Politisch motivierte Hacker - sogenannte Hacktivisten - nehmen nach eigenen Angaben gezielt israelische Internetseiten ins Visier. Der Chefredakteur der Zeitung "Jerusalem Post", Avi Mayer, erklärte:
Die Angreifer haben es geschafft, uns in den vergangenen Tagen für längere Zeit vom Netz zu nehmen.
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Avi Mayer, Chefredakteur "Jerusalem Post"
Mayer betont: "Das ist ein eklatanter Angriff auf die Pressefreiheit."
Mehr als 100 Websites in Israel wurden entweder verunstaltet oder durch einfache Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS), bei denen eine Website mit einer Flut gefälschter Daten überlastet wird, vorübergehend gestört, erklärten Sicherheitsanalysten.
AnonGhost: Haben israelische Notfallalarm-App gestört
Neben anderen Vorfällen behauptete eine Gruppe von Hackern, die die Hamas unterstützen und als AnonGhost bekannt sind, auf ihrem Social-Media-Kanal, eine israelische Notfallalarm-App gestört zu haben. Eine andere Gruppe mit dem Namen AnonymousSudan erklärte über den Kurznachrichtendienst Telegram, sie ziele aktiv auf die kritische Infrastruktur Israels ab. Sie legte jedoch kaum Beweise für ihre Behauptungen vor.
Das israelische Computer Emergency Response Team (CERT) reagierte zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Analysten gehen jedoch davon aus, dass erhebliche Cyberspionage-Aktivitäten stattfinden.
Microsoft-Bericht geht von Hamas-Cyberspionage aus
In der vergangenen Woche veröffentlichte Microsoft einen Bericht, in dem es hieß, dass eine im Gazastreifen ansässige Hackergruppe namens Storm-1133 ihre Cyberspionage-Aktivitäten gegen israelische Telekommunikations-, Verteidigungs- und Energieunternehmen in diesem Jahr intensiviert habe. In dem Bericht heißt es:
Wir gehen davon aus, dass diese Gruppe die Interessen der Hamas vertritt.
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Microsoft-Bericht zu Cyberspionage gegen Israel
Omri Segev Moyal, Geschäftsführer der israelischen Cybersicherheitsfirma Profero, sagte, seine Firma habe kürzlich einige Hackeraktivitäten festgestellt, die mit einer iranischen Spionagegruppe mit dem Spitznamen Muddy Water in Verbindung gebracht werden, sowie Hackerangriffe, die möglicherweise mit Molerats in Verbindung stehen, einer anderen Gruppe, von der Forscher glauben, dass sie für die Hamas arbeitet.
Wahrheitsgehalt der Hacktivisten-Äußerungen schwer zu prüfen
Die Aktivitäten von Molerats "hörten nach dem Bombenanschlag auf", sagt er. Oft ist es schwierig, den Wahrheitsgehalt der Behauptungen von Hacktivisten zu überprüfen.
Ähnlich verhielt es sich nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, als pro-ukrainische Hacker zahlreiche Angriffe auf russische Websites und andere Online-Dienste für sich reklamierten. Offenbar sind in die Angriffe auf Israel auch pro-russische Gruppierungen involviert. Beweise für eine Kooperation gibt es allerdings nicht.
Mit dem Hamas-Angriff auf Israel eskalierte der Nahost-Konflikt. Anfang des Jahres konnte eine Waffenruhe vereinbart werden. Nun fliegt Israel wieder Angriffe in Gaza.
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