Berlin, Paris und London: Rückkehr zu Waffenruhe in Gaza
Eskalation in Gaza:Berlin, Paris und London: Rückkehr zu Waffenruhe
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Nach dem Ende der Waffenruhe im Gazastreifen drängen Deutschland, Frankreich und Großbritannien auf ein sofortiges Ende der Kämpfe. Der Konflikt sei nicht militärisch zu lösen.
Die neue israelische Offensive im Gazastreifen wurde weiter verstärkt. Auf dem Boden und aus der Luft wird gegen die Hamas vorgegangen, jedoch leiden besonders die Zivilisten.20.03.2025 | 1:37 min
Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben angesichts der Wiederaufnahme der massiven israelischen Angriffe auf den Gazastreifen eine Rückkehr zur Waffenruhe gefordert.
"Die Wiederaufnahme der israelischen Angriffe in Gaza bedeuten einen dramatischen Rückschritt für die Menschen in Gaza, die Geiseln, deren Familien und die gesamte Region", heißt es in einer gemeinsamen auf Englisch verfassten Erklärung der drei Außenministerien von Freitag.
Wir sind entsetzt über die zivilen Opfer und fordern dringend eine sofortige Rückkehr zur Waffenruhe.
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Gemeinsame Erklärung von Deutschland, Frankreich und Großbritannien
Mit einer erneuten Bodenoffensive im Gazastreifen erhöht Israel den Druck auf die islamistische Hamas. "Eine langfristige Strategie ist nicht erkennbar", ZDF-Korrespondent Thomas Reichart. 20.03.2025 | 3:23 min
Berlin, Paris und London fordern erneute Gespräche
Berlin, Paris und London riefen alle beteiligten Parteien dazu auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, "um sicherzustellen, dass die Waffenruhe vollständig umgesetzt wird und dauerhaft wird. Zudem muss die Hamas die Geiseln freilassen, die sie auf grausame Art und Weise festhält und deren Freilassung sie beharrlich verweigert".
Alle Israelis und Palästinenser hätten das Recht auf Frieden und Sicherheit, heißt es weiter. "Wir rufen alle mit Einfluss auf die Hamas dazu auf, diesen zu nutzen, um sicherzustellen, dass es keine weiteren Angriffe auf Israel gibt", forderten die Außenministerien.
"Wir sind uns im Klaren darüber, dass die Hamas weder Gaza regieren noch eine Bedrohung für Israel bleiben darf. Aber dieser Konflikt kann nicht durch militärische Mittel gelöst werden", heißt es in der Erklärung.
Eine Rückkehr zu den Kämpfen wird nur zum Tod weiterer palästinensischer Zivilisten und der israelischen Geiseln führen.
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Gemeinsame Erklärung von Deutschland, Frankreich und Großbritannien
In Tel Aviv haben zahlreiche Menschen unter anderem gegen eine Fortsetzung des Gaza-Kriegs demonstriert. Zuvor hatte die israelische Luftwaffe die Waffenruhe gebrochen.19.03.2025 | 1:28 min
Erklärung: Völkerrecht muss respektiert werden
Die drei Länder riefen Israel dazu auf, "das Völkerrecht vollständig zu respektieren und die sofortige Zufuhr von Hilfe zu ermöglichen". Israel müsse den humanitären Zugang wiederherstellen. Dazu gehöre die Bereitstellung von Wasser, Strom, medizinischer Versorgung und "vorübergehenden medizinischen Evakuierungen in Einklang mit dem Völkerrecht".
Deutschland, Großbritannien und Frankreich verurteilten zudem den Angriff auf ein UN-Gebäude im Gazastreifen, bei dem am Mittwoch ein UN-Mitarbeiter getötet und zwei weitere verletzt worden waren. "Unter den Opfern waren europäische Bürger", erklärten die Außenministerien. "Mitarbeiter und Einrichtungen der UN sollten geschützt und nie zum Ziel werden. Der Vorfall muss vollständig untersucht werden."
Weiter hieß es: "Ein anhaltenden Waffenstillstand ist der einzige glaubhafte Weg zu dauerhaftem Frieden, einer Zwei-Staaten-Lösung und dem Wiederaufbau von Gaza".
Nachdem es keine Folgevereinbarung mit der Hamas gab, hat Israel die Waffenruhe im Gazastreifen durch erneute Luftangriffe beendet. Dabei starben Hunderte von Menschen.18.03.2025 | 0:59 min
Israel greift wieder im Gazastreifen an
Israel hatte am Dienstag die massivsten Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen seit Inkrafttreten der Waffenruhe vor zwei Monaten geflogen. Am Donnerstag gab die Zivilschutzbehörde des Palästinensergebiets die Zahl der durch die neuen israelischen Angriffe getöteten Menschen mit mehr als 500 an.
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Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der radikal-islamistischen Palästinenserorganisation Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden israelischen Angaben zufolge rund 1.200 Menschen getötet.
Israel ging danach massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach nicht unabhängig überprüfbaren Hamas-Angaben wurden seitdem dort mehr als 49.600 Menschen getötet.
Mit dem Hamas-Angriff auf Israel eskalierte der Nahost-Konflikt. Anfang des Jahres konnte eine Waffenruhe vereinbart werden. Nun fliegt Israel wieder Angriffe in Gaza.