Wie die Ukraine gegen den russischen Drohnen-Terror kämpft
Russlands Luftangriffe:Wie die Ukraine gegen Drohnen-Terror kämpft
von Kai Remen und Timm Kröger
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Immer wieder greift Russland ukrainische Gebiete mit Shahed-Drohnen an - offenbar auch aus eigener Produktion. Die Ukraine wehrt sich mit kleinen Einheiten und speziellem Training.
Das ukrainische Militär kämpft gegen Russlands Shahed-Drohnen mit allen Mitteln an.16.12.2024 | 2:57 min
Wenn Serhii und seine kleine Flugabwehreinheit das Maschinengewehr auf der Ladefläche des Pickup-Trucks montieren, ist das Ziel klar: Möglichst viele russische Drohnen wollen sie vom Himmel holen.
Sie sind in der Region Sumy im Nordosten der Ukraine im Einsatz. Hier würde ein Großteil der gefürchteten Shahed-Drohnen fliegen, erzählt er. Es sind eben jene Drohnen aus Russland, die das Militär, die ukrainische Bevölkerung und die Infrastruktur des Landes terrorisieren.
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Drohnen werden weiterentwickelt
Seit 2022 greift das russische Regime immer wieder mit den Drohnen iranischer Bauart an. Allein im vergangenen November wurden 2.500 Angriffe gezählt - der heftigste Monat seit Kriegsbeginn.
Neu ist, dass Moskau die Drohnen offenbar auch im eigenen Land produziert und weiterentwickelt. Man würde inzwischen Sprengladungen an den Drohnen finden, die mit speziellen Kugeln ausgestattet seien, erzählt Ihor Cherniak, Leiter der Kampfmittelbeseitigung in der Region. Diese Kugeln würden in verschiedene Richtung fliegen und seien besonders gefährlich.
Drohnen sind ein entscheidender Faktor im Krieg in der Ukraine. Eine Erklärung zu den Modellen, Aufgaben und ihren Schwächen.07.12.2023 | 2:01 min
Ukraine hofft auf Ausrüstung zur Flugabwehr
Die Drohnen abzuschießen sei mühsam, erklärt Serhii. Seine Einheit schaffe es, ein bis zwei Drohnen pro Monat vom Himmel zu schießen. Es könnten mehr sein, erzählt der Ukrainer, wenn sie bessere Waffen hätten.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im Oktober erneut die ausbaufähige Luftverteidigung seines Landes thematisiert. Er sei dankbar, aber mit entsprechender internationaler Unterstützung sei mehr möglich.
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Training am Simulator
Um möglichst schnell auf die Weiterentwicklung russischer Drohnen reagieren zu können und um wertvolle Munition zu sparen, wurde in Sumy ein spezieller Simulator entwickelt. Der sei notwendig, erklärt der Leiter des Entwicklungsteams.
Der Simulator ist eines von vielen Mitteln der Ukraine. Ein anderes könnte das sogenannte Spoofing sein, bei dem die Drohnen mit falschen GPS-Daten gefüttert und umgeleitet werden.
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Doch Russland entwickelt seine Waffen weiter und deshalb wird die kleine Flugabwehreinheit von Serhii auch weiter im Einsatz sein. Das Gefühl, eine feindliche Drohne abzuschießen, sei nämlich unbeschreiblich:
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Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.