Berlinale 2025: "Drømmer" gewinnt Goldenen Bären

    Berlinale 2025:"Drømmer" gewinnt Goldenen Bären

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    Die Gala mit der Verleihung der Bären ist der Höhepunkt der Berlinale. Der Goldene Bär, also der Preis für den besten Film, geht dieses Jahr an den norwegischen Film "Drømmer".

    Regisseur Dag Johan Haugerud mit dem Goldenen Bär der Berlinale
    Nach zehn Tagen ist die Berlinale am Samstagabend zu Ende gegangen. Als Schlusspunkt wurde der Goldene Bär für den Film "Drømmer" verliehen.23.02.2025 | 1:38 min
    Der norwegische Film "Drømmer" hat den Goldenen Bären für den besten Film bei der diesjährigen Berlinale gewonnen. Die siebenköpfige Jury unter Leitung von US-Regisseur und Produzent Todd Haynes verlieh am Samstagabend die Hauptpreise der 75. Internationalen Filmfestspiele.

    Preisgekrönt: Film über jugendliche Liebe zur Lehrerin

    "Drømmer" (auf Deutsch: Träume) dreht sich um Liebe und Verlangen anhand der Gefühle einer Jugendlichen zu ihrer Lehrerin.
     Berlin: Fan Bingbing (vorn), Schauspielerin, steht auf dem Roten Teppich vor der Preisverleihung und der Abschlussgala im Berlinale Palast. Im Hintergrund stehen die Mitglieder der Jury mit Todd Haynes, Jurypräsident der 75. Berlinale, und Tricia Tuttle (beide M), Intendantin der Berlinale. Die 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 13. bis 23. Februar 2025 statt
    Der Film "Drømmer" (dt.: Oslo Stories: Träume) erzählt von der 17-jährigen Johanne, die sich in ihre Lehrerin verliebt und ihre Erlebnisse aufschreibt. Was viele Fragen aufwirft...22.02.2025 | 2:12 min
    Die 17-Jährige Schülerin bringt ihre Liebe und Erlebnisse zu Papier. Als ihre Mutter und ihre Großmutter die Aufzeichnungen entdecken, weicht ihr Entsetzen über die intimen Beschreibungen allmählich der Bewunderung für deren literarischen Wert. Dag Johan Haugerud führte nicht nur die Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch.

    Silberne Bären für Schauspieler und beste Regie

    Neben dem Goldenen Bären wurden auch mehrere silberne Bären verliehen. Für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle nahm Rose Byrne einen solchen Bären mit nach Hause. In "If I had legs I'd kick you" spielt sie eine berufstätige Mutter, die nicht mehr weiterweiß und versucht, einen Ausweg zu finden.
    Den Silbernen Bären für die beste Leistung in einer Nebenrolle gewann Andrew Scott für seine Darstellung in dem biografischen Musikdrama "Blue Moon" von Richard Linklater.
    Einen Silbernen Bären für die beste Regie erhielt Huo Meng für den Film "Sheng xi zhi di" (Living the Land). In der Familiensaga geht es um den tiefgreifenden Wandel in China.

    75. Berlinale - Berlinale-Bär
    Quelle: dpa

    • Goldener Bär für den besten Film: "Drømmer" von Dag Johan Haugerud (deutscher Titel: "Oslo Stories: Träume", internationaler Titel: "Dreams (Sex Love)")
    • Silberner Bär, Großer Preis der Jury: "O último azul" ("The Blue Trail") von Gabriel Mascaro
    • Silberner Bär, Preis der Jury: "El mensaje" ("The Message") von Iván Fund
    • Silberner Bär für die beste Regie: Huo Meng für "Sheng xi zhi di" ("Living the Land")
    • Silberner Bär für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle: Rose Byrne für "If I Had Legs I'd Kick You"
    • Silberner Bär für die beste schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle: Andrew Scott für "Blue Moon"
    • Silberner Bär für das beste Drehbuch: Radu Jude für "Kontinental '25"
    • Silberner Bär für herausragende künstlerische Leistung: Das kreative Ensemble von "La Tour de Glace" ("The Ice Tower") (Regie: Lucile Hadžihalilovic)
    • Bester Dokumentarfilm: "Holding Liat" von Brandon Kramer
    Quelle: dpa

    Großer Preis der Jury an "O Ultimo Azul"

    Die Auszeichnung für das beste Drehbuch ging an Radu Jude für den Film "Kontinental '25", der sich unter anderem um Wohnungsnot dreht. Der rumänische Regisseur und Drehbuchautor hatte 2021 den Goldenen Bären gewonnen.
    Einen weiteren Silbernen Bären für eine herausragende künstlerische Leistung gewann für seine kreative Zusammenarbeit das gesamte Team der französisch-deutschen Koproduktion "La Tour de Glace" (Der Eisturm) von Regisseurin Lucile Hadzihalilovic.
    Der Große Preis der Jury ging an "O Ultimo Azul" (Das letzte Blau) von Gabriel Mascaro. Darin geht es um eine Gesellschaft, in der alte Menschen keinen Platz mehr haben. Mit dem Preis der Jury wurde das in Schwarz-Weiß gedrehte Road Movie "El Mensaje" (Die Nachricht) des Argentiniers Ivan Fund geehrt.
    Berlinale Bärenfavoriten
    Das waren die Favoriten für den Goldenen Bären.20.02.2025 | 2:08 min

    Berlinale: Wichtigstes Filmfestival in Deutschland

    Die Preisverleihung im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz in Berlin wurde von der deutschen Schauspielerin Désirée Nosbusch moderiert. Die Verleihung stellt den Höhepunkt einer jeden Berlinale da. Ganz vorbei ist das Filmfestival damit aber noch nicht: Am Sonntag endet die Berlinale mit einem Publikumstag.
    Die Berlinale ist das wichtigste Filmfestival in Deutschland und eines der wichtigsten Filmfestivals weltweit. Im Wettbewerb konkurrierten insgesamt 19 Produktionen um die Preise.
    Der Ehrenbär für das Lebenswerk wurde bereits zum Auftakt des Festivals am 13. Februar an die schottische Schauspielerin Tilda Swinton verliehen.
    Schauspielerin Tilda Swinton erhält goldenen Ehrenbär auf der 75. Berlinale
    Schauspielerin Tilda Swinton erhält bei der Berlinale 2025 den goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk.14.02.2025 | 2:34 min

    Berlinale 2024 - Diskussion um Aussagen zum Nahost-Konflikt

    Im vergangenen Jahr gewann der Dokumentarfilm "Dahomey" über die Rückführung von Beutekunst an das heutige Benin in Westafrika den Goldenen Bären. Im Anschluss an die letztjährige Gala hatte es wegen Aussagen zum Nahost-Konflikt eine Debatte um Antisemitismus gegeben.
    Timestamp - Premiere - 75th Berlin International Film Festival
    Trotz des Krieges öffnen ukrainische Schulen, kämpfen Lehrkräfte und Schüler zwischen Luftschutzsirenen um die Bildung. Der Dokumentarfilm "Timestamp" auf der Berlinae zeigt den Schulalltag.21.02.2025 | 2:02 min
    Quelle: dpa, ZDF

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