Linksextremismus in Deutschland:Berlin: Solidaritäts-Demo für die RAF
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Die Festnahme von Daniela Klette und die Suche nach Ex-RAF-Terroristen haben alte Wunden aufgerissen. Hunderte demonstrierten in Berlin für die linksextremistischen Terroristen.
Hunderte Menschen haben sich am Samstag in Berlin an einer Solidaritätsdemo für frühere Mitglieder der RAF beteiligt. Rund 600 Demonstranten zogen durch den Berliner Stadtteil Kreuzberg, wie die Polizei mitteilte. Die Route führte die Teilnehmer auch durch die Straße, in der die mutmaßliche RAF-Terroristin Daniela Klette bis zu ihrer Festnahme in der vergangenen Woche unter falschem Namen gelebt hatte.
Nach Polizeiangaben verlief die Demonstration weitgehend störungsfrei. Sie stand unter dem Motto "Stoppt den Staatsterrorismus - Solidarität mit den Untergetauchten und Gefangenen".
Die heute 65-jährige Klette war - nach mehr als 30 Jahren im Untergrund - in der vergangenen Woche in ihrer Wohnung in Kreuzberg von Zivilfahndern festgenommen worden. Sie sitzt nun in Niedersachsen in Untersuchungshaft.
Gegen die 65-Jährige wird wegen der Beteiligung an Anschlägen der Rote Armee Fraktion (RAF) ermittelt. Zudem werden Klette und ihren flüchtigen mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub bewaffnete Raubüberfälle vorgeworfen, die sie zwischen 1999 und 2016 begangen haben sollen, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren.
Die Polizei fahndet weiter nach Klettes Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub.04.03.2024 | 1:51 min
Faeser verurteilt Demo
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verurteilte die Demonstration in Berlin. "Die RAF hat 34 Menschen brutal ermordet. Da gibt es nichts, aber auch gar nichts zu verklären", sagte Faeser den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) von diesem Sonntag.
Ich wünschte mir, dass diejenigen, die sich mit untergetauchten Terroristen solidarisieren, nur eine Sekunde daran denken, was das für die Hinterbliebenen der vielen Menschen bedeutet, die von der RAF getötet wurden.
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Nancy Faeser (SPD)
Der Sohn des 1977 von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, Michael Buback, hatte den RND-Zeitungen zuvor gesagt: "Für uns als Angehörige der Opfer von RAF-Morden ist es natürlich sehr bedrückend zu sehen, wie stark die Sympathie für ehemalige, der RAF zugerechnete Terroristen noch immer ist."
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