Lettland nach Putin-Drohung:"Das ist Einschüchterungspolitik"
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Einen Tag nach Wladimir Putins Drohung gegen Lettland reagiert der lettische Präsident Edgars Rinkevics. Er nennt die Aussagen seines russischen Kollegen "Einschüchterungspolitik".
Der lettische Präsident Edgars Rinkevics reagiert auf Putins Drohung gegen sein Land.
Quelle: dpa
Lettlands Präsident Edgars Rinkevics hat unbeeindruckt auf Russlands Staatschef Wladimir Putin reagiert. Putin hatte den Umgang des EU-Lands mit einem Teil seiner russischen Bevölkerung in bedrohlichen Worten kritisiert. "Das ist Einschüchterungspolitik", sagte Rinkevics der Zeitung "Neatkariga Rita Avize".
Es ist ein gängiges Narrativ der russischen Propaganda in der letzten Zeit, dass alle ihre Staatsangehörigen oder diejenigen, die der 'russischen Welt' angehören, brutal misshandelt werden.
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Edgars Rinkevics, Präsident von Lettland
Es handele sich aber tatsächlich "um einen Versuch, alle Gräueltaten zu kaschieren, die Russland in der Ukraine begeht", sagte Rinkevics.
Putin sprach von "schweinischer" Behandlung
Putin hatte Lettland eine "schweinische" Behandlung der russischen Minderheit vorgeworfen und angekündigt, dass Moskau sein Verhältnis entsprechend gestalten werde. "Ich glaube nicht, dass das Glück zu denen ins Haus kommt, die eine solche Politik verfolgen", sagte Putin im Kreml-kontrollierten russischen Menschenrechtsrat.
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Lettland ändert sein Ausländerrecht
Hintergrund sind Änderungen Lettlands an seinem Ausländerrecht. In dem baltischen Nachbarstaat Russlands stellt die russischstämmige Minderheit rund ein Viertel der 1,9 Millionen Einwohner: mehrheitlich zur Sowjetzeit eingewanderte Personen und deren Nachkommen.
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