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    Wieso der Mond 50 Jahre seine Ruhe hatte

    • Die ersten Mondlandungen gab es vor mehr als 50 Jahren.
    • Danach wurde die Mondforschung größtenteils eingestellt.
    • Jetzt interessiert sich die Forschung wieder für den Mond.

    Die Nasa will zum Mond - dürfte doch 50 Jahre nach der ersten Landung total easy sein, oder? Tja, nicht ganz. Die Mondforschung fängt mehr oder minder nochmal von vorne an - vieles von dem Wissen und den Plänen von damals ist heute verloren. Der Mond war nämlich lange Zeit eigentlich allen egal.
    Gelangweilter Mond
    Der Mond: Erst wollten alle hin - dann galt er plötzlich als uninteressant.
    Quelle: dpa / Frank Rumpenhorst

    Die Mondlandung war ein großes Ziel - die USA wollten damals unbedingt das erste Land sein, das Menschen zum Mond befördert. Aber nach sechs Mondlandungen geriet die graue, staubige Kugel am Nachthimmel dann in Vergessenheit. Andere große Pläne schienen wichtiger: die Erforschung der großen Planeten - Mars, Jupiter, Saturn und Venus galten als die Weltall-Stars und standen im Mittelpunkt des Raumfahrt-Interesses.
    Man entließ damals sogar die Mond-Spezialistinnen und -spezialisten, die an den Missionen zum Mond gearbeitet hatten. Der Mond hatte ein paar Jahrzehnte seine Ruhe vor den Menschen. Er galt als der Langweiler des Alls. Die Mondforschung wurde weitgehend gestoppt. Schließlich kostete die ohnehin ziemlich viel Geld.

    Das Mond-Comeback




    Naja, und jetzt müssen sich die Forscherinnen und Forscher zähneknirschend eingestehen, dass das wohl doch keine so gute Idee war. Der Mond hat wohl einiges zu bieten - gerade, wenn es um den Mars geht. Es ist also dringend Zeit, die graue Kugel mal zu entstauben oder besser gesagt, die Forschung an ihr. Drei Gründe für das Comeback eines vermeintlichen Langweilers:

    Raketenstart: Hakuto-R hebt ab
    Quelle: IMAGO/ USA Today Network

    Apropos Mond-Comeback: Diese Raumsonde hätte beinahe Weltraumgeschichte geschrieben. Sie heißt "Hakuto-R" und sollte am 25. April 2023 auf dem Mond landen. Dem japanischen Raumfahrtunternehmen, das dahintersteckt, wäre damit fast die erste private Mondlandung gelungen. Denn: Bisher gab es nur Mondmissionen einzelner Staaten (zum Beispiel den USA, der ehemaligen Sowjetunion oder China).

    Aber: Bei der Landung lief einiges schief, die Verbindung zur Raumsonde brach ab. Die Fachleute nehmen an, dass die "Hakuto-R" bei einer "harten Landung" kaputt gegangen ist. Die Raumsonde hatte eine ganz schön lange Reise hinter sich: 135 Tage war sie im All unterwegs. Ziel der Mission war es, Daten zu sammeln, um mehr über den Mond herauszufinden.
    (Übrigens: "Hakuto" bedeutet auf Japanisch "weißer Hase" - denn der lebt laut einer japanischen Legende auf dem Mond.)

    Diesen Text hat Meike geschrieben.

    Alles übers All!