Über sechs Milliarden Euro hat Deutschland 2022 für Klimahilfen bereitgestellt - und damit sein Ziel frühzeitig erreicht. Die Zahlen seien nun der EU-Kommission gemeldet worden.
Dürre in Kenia: 2023 soll das 100-Milliarden-Versprechen geknackt werden,
nachdem es 2022 rund 83 Milliarden Dollar waren. (Archivbild)
Quelle: dpa
Deutschland hat im vergangenen Jahr Klimahilfen in Höhe von 6,39 Milliarden Euro für Entwicklungsländer bereitgestellt und damit eine erst für 2025 zugesagte Zielmarke frühzeitig erreicht. Die beiden Ministerien für Wirtschaft und Entwicklung teilten in Berlin mit:
Damit wurde die von Bundeskanzler Olaf Scholz für 2025 zugesagte jährliche Zielmarke von sechs Milliarden Euro Klimafinanzierung aus öffentlichen Mitteln bereits drei Jahre früher erreicht.
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Mitteilung der Ministerien für Wirtschaft und Entwicklung
Wie das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesentwicklungsministerium weiter mitteilten, wurden die Zahlen für 2022 nun an die EU-Kommission gemeldet.
Klimahilfen: 100-Milliarden-Versprechen bereits dreimal gebrochen
Die Anhebung der sogenannten Klimafinanzierung von vier auf jährlich sechs Milliarden Euro bis 2025 hatte die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Aussicht gestellt.
Offen bleibt derweil, ob die Industriestaaten es gemeinsam noch schaffen, eine ältere Zusage rechtzeitig umzusetzen. Sie hatten zugesichert und wiederholt bekräftigt, von 2020 bis 2025 jährlich 100 Milliarden US-Dollar für die Klimafinanzierung aus öffentlichen und privaten Mitteln bereitzustellen. Dieses Versprechen wurde aber schon dreimal gebrochen.
Schulze zu Klimahilfen: Länder wie China in die Verantwortung nehmen
Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) erklärte, jetzt müsse es endlich eingelöst werden. Das sei nicht nur eine zentrale Frage des Vertrauens zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Es würde uns auch helfen, andere Länder wie China oder die Golfstaaten bei der Klimafinanzierung in die Verantwortung zu nehmen.
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Svenja Schulze, Entwicklungsministerin
China, mit einem Anteil von gut 30 Prozent der größte Treibhausgasverursacher der Welt, argumentiert, es sei in Klima-Angelegenheiten Entwicklungsland und lehnt eine finanzielle Beteiligung ab.
2023 soll 100-Milliarden-Versprechen geknackt werden
Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) sagte, in Zukunft sollten Mittel verstärkt dafür genutzt werden, private Investitionen zu hebeln. Bei der internationalen 100-Milliarden-Zusage werden auch Beiträge mitgerechnet, die mit Hilfe von öffentlichen Mitteln mobilisiert werden. Nach dieser Zählweise kam Deutschland 2022 auf rund 8,8 Milliarden Euro.
2023 soll das 100-Milliarden-Versprechen geknackt werden, nachdem es 2022 rund 83 Milliarden Dollar waren.
Klimahilfen sollen auch für Anpassungsmaßnahmen genutzt werden
Mit den Finanzhilfen werden ärmere Länder sowohl bei der CO2-Minderung unterstützt als auch bei sogenannten Anpassungsmaßnahmen gegen höhere Meeresspiegel, lange Dürreperioden oder heftige Stürme. In Jordanien wurde beispielsweise der Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage am Roten Meer unterstützt, um die Wasserversorgung zu verbessern.
In Indonesien wurden Investitionen zum Kohleausstieg sowie Förderinstrumente für Erneuerbare Energien mitfinanziert. Neue Partnerschaften im Klimabereich gab es mit Ruanda, Indien, Peru und Kenia.
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