SpaceX-Start: Rabea Rogge ist die erste Deutsche im All

    SpaceX-Start geglückt:Berlinerin ist erste Deutsche im All

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    "Fram2" heißt die Mission, mit der Rabea Rogge als erste Deutsche am frühen Dienstagmorgen ins All gestartet ist. Polarlichter sollen erforscht werden und vieles mehr.

    Eine SpaceX Falcon 9 Rakete mit einer vierköpfigen Besatzung hebt von der Rampe 39A des Kennedy Space Centers in Cape Canaveral ab. Die Berlinerin Rabea Rogge ist mit der Mission «Fram2» als erste deutsche Frau ins Weltall gestartet.
    Gestern startete mit Rabea Rogge die erste deutsche Frau in der Space X Rakete Richtung Weltall. Erst am Sonntag schickte ein deutsches Start-Up eine eigene Rakete Richtung Orbit.01.04.2025 | 1:39 min
    Die Berlinerin Rabea Rogge ist als erste deutsche Frau ins Weltall gestartet. An Bord einer "Dragon"-Kapsel hob Rogge vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab, wie auf Live-Bildern zu sehen war.
    Der Start erfolgt mit einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk.

    Der Start der "Fram2"-Mission

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    "Fram2"-Mission: Polarlichter erforschen und Röntgenaufnahmen im All

    Die Mission namens "Fram2" - benannt nach einem norwegischen Polarforschungsschiff aus dem 19. Jahrhundert - soll rund vier Tage dauern. Dabei soll die "Dragon"-Kapsel auf einer neuen Umlaufbahn über die Polarregionen der Erde fliegen.
    Aus einer Höhe von 425 bis 450 Kilometern soll unter anderem das Himmelsleuchten untersucht werden; es könnten laut SpaceX auch die ersten Röntgenbilder von Menschen im Weltall entstehen.
    Für "Fram2" hat erneut ein Milliardär das Unternehmen SpaceX aus privatem Interesse mit der Durchführung einer Mission beauftragt. Diesmal war es der Malteser Chun Wang, der auch mitfliegt.
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    Weitere Crew-Mitglieder sind die Filmemacherin Jannicke Mikkelsen aus Norwegen sowie der Polar-Guide Eric Philips aus Australien.
    Die 29-jährige Rogge schrieb dazu auf der Online-Plattform X:

    Ich freue mich darauf, mit dieser unglaublichen Crew zu starten.

    Rabea Rogge, deutsche Wissenschaftlerin

    Forscherin Rabea Rogge (undatiert)
    Quelle: dpa

    ... ist bei der "Fram2"-Mission offiziell als Pilotin und wissenschaftliche Spezialistin dabei. Sie hat an der ETH Zürich Elektrotechnik und Informationstechnologie studiert. Für ihre Doktorarbeit wechselte die 29-jährige Berlinerin an die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens.

    Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) waren bislang zwölf deutsche Männer, aber keine deutsche Frau im Weltall. Es habe zwar mehrere Anwärterinnen gegeben, aber noch nie sei eine Deutsche tatsächlich ins All geflogen.

    Vorbereitung für Mission enthielt auch Notfall-Training

    Auf die Mission haben sich Rogge und der Rest der Crew seit Monaten mit intensivem Training vorbereitet. Dabei wurden unter anderem in der SpaceX-Trainingskapsel verschiedene Szenarien und die Reaktionen darauf durchgespielt.
    Zudem gab es medizinische Schulungen und Trainingseinheiten für die geplanten wissenschaftlichen Experimente. Für Rogge kein Problem, wie sie vor einigen Monaten der Deutschen Presse-Agentur sagte:

    Die technischen Hintergründe fallen mir am leichtesten, da ich viele der Systeme aus meiner Zeit als Systemingenieur im Satellitenprojekt wiedererkenne.

    Rabea Rogge, deutsche Wissenschaftlerin

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    Gute Teamdynamik im All essentiell

    Außerdem wurden die Raumanzüge der vier Crew-Mitglieder genau angepasst, und es gab Übungen für die Gruppendynamik, etwa ein Seekajak-Training in Alaska. Das habe das Team zusammengeschweißt, sagte Rogge.

    Sieben Tage in nasser Kleidung der Wildnis zu trotzen, hat uns schon zusammengebracht.

    Rabea Rogge, deutsche Wissenschaftlerin

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    Jeder an Bord hat seine Aufgaben

    Dabei habe jedes Teammitglied seine eigenen Aufgaben - der einzige Unterschied im Training. Die Pilotinnen Mikkelsen und Rogge erhielten eine zusätzliche Ausbildung an den Konsolen, Philips und Rogge beispielsweise ein verstärktes medizinisches Training.
    "Hinzu kommt", so Rogge, "dass wir alle verschiedene Vorbereitungen für die wissenschaftlichen Experimente haben. Ich nehme beispielsweise an einem Experiment zum Hormonhaushalt in weiblichen Körper teil, das ist natürlich Frauen-spezifisch."
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    Trotz aller Vorbereitung hofft Rogge, nie eine stressige Situation im All zu erleben, denn "es bleibt eine mentale und physische Herausforderung." Aber "die Nasa-Astronauten, die ich bisher getroffen habe, haben meiner Meinung nach immer sehr viel Fassung und Ruhe ausgestrahlt". Nicht einfach, auch in Anbetracht des knappen Zeitplans, so Rogge.

    Die spannendste Herausforderung ist, denke ich, alle Missionsziele in den paar Tagen zu erreichen. Wir haben über 20 wissenschaftliche Experimente, die wir durchführen werden. Und werden auch Schulkindern ihre Fragen beantworten.

    Rabea Rogge, deutsche Wissenschaftlerin

    DLR hofft auch Forschungsergebnisse

    Von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) heißt es, man freue sich riesig über den Start von Rogge. Das bestätigt auch Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur.

    Erstmals fliegt eine deutsche Frau ins All, und zwar nicht in einem staatlichen Programm, sondern mit einer privaten Initiative.

    Walther Pelzer, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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    Neben all ihren Aufgaben als Pilotin und Forscherin nimmt Rogge noch ein persönliches Ziel mit ins All: Viel Platz für die Wissenschaftskommunikation.
    "Zum Beispiel werden wir ein Projekt haben, bei dem Schüler an einem Amateurfunk-Wettbewerb vom Boden aus mitmachen können." Damit sich viele melden, fügt sie hinzu: "Schaut gern auf f2.com/ham vorbei."
    Gateway-Raumstation des Artemis-Programms der NASA.
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    Quelle: dpa

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    Quelle: dpa
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