1.000 Euro pro Monat: Verein verlost 50 "Grundeinkommen"

    1.000 Euro pro Monat:Verein verlost 50 "Grundeinkommen"

    |

    Seinen Geburtstag feiert ein Verein, der sich für das bedingungslose Grundeinkommen engagiert, mit einer besonderen Aktion. Gewinner erhalten ein Jahr lang 1.000 Euro im Monat.

    Symbolbild: Frau zählt Geld im Portemonnaie
    1000 Euro oder mehr zusätzlich jeden Monat im Portemonnaie - damit winkt ein Verein, der sich für das bedingungslose Grundeinkommen engagiert.
    Quelle: imago images

    Der Verein Mein Grundeinkommen verlost in der kommenden Woche 50 Grundeinkommen mit einem Gesamtwert von rund einer Million Euro. Kostenlos teilnehmen kann jeder und jede, wie der Verein mitteilte.
    40 Gewinner sollen ein Jahr lang 1.000 Euro pro Monat bekommen. Zehn weitere Gewinner erhalten für drei Jahre in Abhängigkeit von ihren weiteren Einkünften bis zu 1.200 Euro im Monat.

    Insgesamt 20 Millionen Euro "umverteilt"

    Der Verein Mein Grundeinkommen feiert mit der Verlosung sein zehnjähriges Bestehen. Er setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle ein und veranstaltet dafür regelmäßig Grundeinkommensverlosungen. Bislang wurden so gut 20,2 Millionen Euro an 1.900 Menschen "umverteilt", wie der Verein erklärt.
    Grundeinkommen für Künstler
    Musiker, Schriftsteller oder Schauspieler - seit September 2022 zahlen die irischen Behörden ein bedingungsloses Grundeinkommen an 2.000 Kunstschaffende aus.05.04.2023 | 2:11 min
    Das Geld wird durch Crowdfunding - also Spenden - gesammelt. Ein Sprecher des Vereins erklärt:

    Dabei handelt es sich um viele kleine Spenden von Menschen, die sich für die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens begeistern und das Projekt unterstützen möchten.

    Sprecher von "Mein Grundeinkommen"

    Es seien Privatpersonen, die regelmäßig oder einmalig spenden. Durchschnittlich spenden sie demnach 4,50 Euro pro Monat.
    Bayern, München: Die Schatten von zwei Erwachsenen und einem Kind fallen in den Morgenstunden auf den Asphalt.
    Die Kindergrundsicherung ist ein im Koalitionsvertrag vereinbartes Projekt, aber sorgt für Diskussionen in der Ampel-Koalition.04.04.2023 | 3:24 min

    Ergebnisse einer Studie zum Grundeinkommen im Frühjahr 2025 erwartet

    Die Jubiläumsverlosung ist mit einem Umfang von einer Million Euro die bislang größte Einzelaktion. Seit 2021 läuft eine Langzeitstudie des Vereins zu den Effekten des Grundeinkommens in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

    Beim bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wird allen Bürgern ein staatlich finanziertes Einkommen zugesichert – ohne Verpflichtung zur Arbeit oder zu anderen Gegenleistungen. Andere staatliche Zahlungen wie das Arbeitslosengeld oder das Kindergeld sollen dafür entfallen. Nach Überzeugung des Vereins Mein Grundeinkommen sorgt das BGE bei Empfängern unter anderem für weniger Stress und mehr Selbstverwirklichung. Kritiker lehnen die Förderung nach dem Gießkannenprinzip ab. Auch gilt das BGE bei vielen Volkswirtschaftlern als nicht finanzierbar. Schließlich wird befürchtet, dass bei einem Grundeinkommen von etwa 1.000 Euro monatlich kaum noch jemand anstrengende oder schlecht bezahlte Jobs machen würde.

    Quelle: dpa

    Dabei erhielten 122 Teilnehmerinnen und Teilnehmer drei Jahre lang ein monatliches Grundeinkommen von 1.200 Euro und wurden wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse sollen im kommenden Frühjahr vorgestellt werden.

    Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. Darauf ist der WhatsApp-Channel der ZDFheute zu sehen.
    Quelle: ZDF

    Sie wollen stets auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie bei unserem ZDFheute-WhatsApp-Channel genau richtig. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Mini-Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: ZDFheute-WhatsApp-Channel.

    Quelle: AFP

    Mehr zu Einkommen und Finanzen