Galatasaray Instanbul: Rassismus-Vorwürfe gegen Mourinho
Äußerungen von Fener-Trainer:Galatasaray wirft Mourinho Rassismus vor
|
"Wie Affen" herumgesprungen: Galatasaray Instanbul wirft Fenerbahces Trainer Jose Mourinho Rassismus vor. Der Klub will bei FIFA und UEFA Beschwerde gegen den Starcoach einlegen.
Fenerbahces Startrainer Jose Mourinho.
Quelle: AFP
Das torlose Remis im Istanbuler Stadtderby zwischen Galatasaray und Fenerbahçe könnte für Fener-Coach José Mourinho noch ein juristisches Nachspiel haben. Galatasaray kündigte auf der Plattform X an, gegen Mourinho wegen Rassismus juristisch vorgehen zu wollen, und zudem Beschwerde bei FIFA und UEFA gegen den Startrainer einzureichen.
Wir erklären hiermit offiziell unsere Absicht, ein Strafverfahren wegen der rassistischen Äußerungen von José Mourinho einzuleiten und werden dementsprechend offizielle Beschwerden bei der UEFA und der FIFA einreichen.
„
Galatasaray Istanbul auf X
Mourinho: Gegnerische Bank "wie Affen" herumgesprungen
Mourinho hatte Trainern und Ersatzspielern des Gegners bei der Pressekonferenz nach dem Spiel vorgeworfen, in einer strittigen Situation "wie Affen" am Spielfeldrand herumgesprungen zu sein.
Galatasarays Chefcoach Okan Buruk seinerseits verhöhnte Mourinho nach dem Spiel als "The Crying One" (Der Weinende): "Er weint auf dem Spielfeld. Er weint draußen. Und als ob das noch nicht genug wäre, geht er auch noch in die Schiedsrichter-Kabine und weint auch dort. Lasst ihn weiter weinen…".
Das Wortspiel "The Crying One" bezieht sich auf die Bezeichnung "The Special One", als der sich Mourinho 2004 bei seinem Engagement beim FC Chelsea vorgestellt hatte.
Fenerbahce verteidigt Mourinho
Fenerbahçe verteidigte Mourinho am Dienstag. "Diese Äußerungen können unter keinen Umständen mit Rassismus in Verbindung gebracht werden", heißt es in der Stellungnahme des Klubs. "Wie jeder vernünftige Mensch klar erkennen kann, sollte der von José Mourinho verwendete Ausdruck ausschließlich die übermäßige Reaktion der gegnerischen Mannschaft auf die Entscheidungen des Schiedsrichters beschreiben."
Der Stadtrivale kritisierte hingegen: "Seit Beginn seiner Trainertätigkeit in der Türkei hat Fenerbahce-Trainer Jose Mourinho ständig abfällige Äußerungen über das türkische Volk gemacht", hieß es im Statement Galatasarays.
Heute hat sich sein Diskurs über bloße unmoralische Kommentare hinaus zu einer eindeutig unmenschlichen Rhetorik entwickelt.
„
Erklärung von Galatasaray
Das seien "rassistische Äußerungen". Man werde das Verhalten Fenerbahces aufmerksam beobachten.
Nach einer 20-minütigen Spielunterbrechung hat Fenerbahce Istanbul mit Trainer José Mourinho mit einem 2:2 bei RSC Anderlecht das Achtelfinale der Europa League erreicht.
Mourinho mit Kritik am türkischen Fußball und Schiedsrichterwesen
Der Startrainer hatte in der Vergangenheit mehrfach Kritik am Fußball in der Türkei geäußert. Den türkischen Schiedsrichtern warf er mangelnde Professionalität vor.
Zudem sei die türkische Liga im Vergleich zu anderen internationalen Spitzenligen deutlich unattraktiver. Das Duell mit Galatasaray hatte unter anderem auf Mourinhos wiederholte Kritik hin ein ausländischer Schiedsrichter geleitet.
Fenerbahce liegt als einzig verbliebener Verfolger nach 24 Spieltagen weiter sechs Punkte hinter dem Titelverteidiger Galatasaray. Mourinho hatte den Klub im Sommer 2024 übernommen, nachdem er ein halbes Jahr zuvor bei der AS Rom gefeuert worden war.
Quelle: Reuters
Sie wollen über Sport stets auf dem Laufenden bleiben? Dann ist unser sportstudio-WhatsApp-Channel genau das Richtige für Sie. Egal ob morgens zum Kaffee, mittags zum Lunch oder zum Feierabend - erhalten Sie die wichtigsten News direkt auf Ihr Smartphone. Melden Sie sich hier ganz einfach für unseren WhatsApp-Channel an: sportstudio-WhatsApp-Channel.
Um dir eine optimale Website der ZDFmediathek, ZDFheute und ZDFtivi präsentieren zu können, setzen wir Cookies und vergleichbare Techniken ein. Einige der eingesetzten Techniken sind unbedingt erforderlich für unser Angebot. Mit deiner Zustimmung dürfen wir und unsere Dienstleister darüber hinaus Informationen auf deinem Gerät speichern und/oder abrufen. Dabei geben wir deine Daten ohne deine Einwilligung nicht an Dritte weiter, die nicht unsere direkten Dienstleister sind. Wir verwenden deine Daten auch nicht zu kommerziellen Zwecken.
Zustimmungspflichtige Datenverarbeitung • Personalisierung: Die Speicherung von bestimmten Interaktionen ermöglicht uns, dein Erlebnis im Angebot des ZDF an dich anzupassen und Personalisierungsfunktionen anzubieten. Dabei personalisieren wir ausschließlich auf Basis deiner Nutzung der ZDFmediathek, der ZDFheute und ZDFtivi. Daten von Dritten werden von uns nicht verwendet. • Social Media und externe Drittsysteme: Wir nutzen Social-Media-Tools und Dienste von anderen Anbietern. Unter anderem um das Teilen von Inhalten zu ermöglichen.
Du kannst entscheiden, für welche Zwecke wir deine Daten speichern und verarbeiten dürfen. Dies betrifft nur dein aktuell genutztes Gerät. Mit "Zustimmen" erklärst du deine Zustimmung zu unserer Datenverarbeitung, für die wir deine Einwilligung benötigen. Oder du legst unter "Einstellungen/Ablehnen" fest, welchen Zwecken du deine Zustimmung gibst und welchen nicht. Deine Datenschutzeinstellungen kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in deinen Einstellungen widerrufen oder ändern.