Öko-Test findet Mineralöl:Zwei Bio-Marken verlieren im Spaghetti-Test
Purer Genuss: Spaghetti schmecken Groß und Klein. Doch Öko-Test hat festgestellt, dass die Bio-Varianten inhaltlich nicht das halten, was sie durch ihr Siegel versprechen.
Dieser Test zeigt: Bio-Hersteller haben Mineralölrückstände keineswegs besser im Griff als die Konventionellen.
Heike Baier, Öko-Test-Redakteurin
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Bio-Produkt wegen Schimmelpilzgiften abgewertet worden
In Speziallaboren sind die Spaghetti auf verschiedene Pestizide und Wachstumsregulatoren, darunter Glyphosat und dessen Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) sowie Glufosinat, analysiert worden. Zu den untersuchten Parametern gehörten auch Mineralölbestandteile, das Schwermetall Cadmium sowie ein großes Spektrum an Schimmelpilzgiften von Deoxynivalenol (DON) bis zu HT-2 Toxinen. Sämtliche Verpackungen sind auf chlorierte Verbindungen überprüft worden. Chlorierte Verbindungen und Cadmium sind nicht beziehungsweise nur in unbedenklichen Spuren nachgewiesen worden.
War auf den Spaghetti-Packungen ein Nutri-Score ausgelobt, rechneten die Tester diesen nach. Zudem schauten sie, ob eine realistische Portionsgröße angegeben ist. Ebenfalls wurde überprüft, ob die Anbieter den Ballaststoffgehalt ihres Produktes deklarieren. Aus Sicht von Öko-Test handelt es sich dabei um eine wertvolle Information, die auch den Vergleich, etwa mit Vollkorn-Spaghetti, ermöglicht.