Fahrradhelm, Sicherheitsgurt:Sicher unterwegs mit dem E-Lastenrad
von Paula Mertes
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E-Lastenräder sind beliebt, umweltfreundlich und prägen immer mehr das Straßenbild. Wer aber sicher mit ihnen unterwegs sein will, sollte auf mehr als nur gute Bremsen achten.
Ein ADAC-Crashtest mit Lastenrädern simuliert die Gefahren bei einem Unfall mit Gepäck und mit Kindern. Welcher Lastenradtyp schneidet schlecht ab und worauf kommt es beim Transport von Boxen und vor allem von Kindern an?25.09.2023 | 8:13 min
E-Lastenräder haben in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt. Allein im vergangenen Jahr wurden laut dem Zweirad-Verband 165.000 E-Lastenräder verkauft - ein Plus zum Vorjahr von 37,5 Prozent.
"Gerade in urbanen Räumen können sie in vielen Fällen das Auto ersetzen und eignen sich natürlich super für Einkäufe und zum Transport von Kindern", betont Robert Wöhler vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC).
Umweltfreundlichkeit: E-Lastenräder sind eine umweltfreundliche Alternative zu Verbrenner-Fahrzeugen, da sie keine schädlichen Emissionen ausstoßen. Bei der Anschaffung sollte laut dem Umweltbundesamt auf eine lange Lebensdauer des Akkus sowie eine reparaturfreundliche Konstruktion des Rades geachtet werden.
Platz- und zeitsparend: Durch das Fahren auf Radwegen und die kleineren Parkflächen ist man mit den E-Lastenrädern in der überfüllten Stadt oft schneller am Ziel als mit dem Auto.
Tipp: Erkundigen Sie sich beim Händler oder bei Ihrer Gemeinde, ob und welche Zuschüsse oder Förderungen es beim Kauf eines E-Lastenrades gibt. Eine gewerbliche Anschaffung wird meist vom Bund unterstützt.
Der ADFC weiß aber auch: Die Unfallzahlen mit solchen Rädern sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Sicherheit ist daher ein wichtiges Thema, nicht zuletzt für Lastenradfahrer*in und mitfahrende Kinder.
Kinder mit Sicherheitsgurt anschnallen
Neben Prellungen und Frakturen zählen auch Kopfverletzungen bei Unfällen mit dem Lastenrad zu den typischen Verletzungen. Gerade mitfahrende Kinder sollten gut geschützt und nie gedankenlos transportiert werden, hier drohen schlimme Unfallschäden.
"Das ist ein Appell jetzt von mir, als Papa an alle Papas und Mamas: Schnallt eure Kinder an, dann bleiben die sitzen, dann passiert wirklich gar nichts und das ist das A und O", sagt Dekra-Fahrrad-Experte Marc Goelz.
Der Sicherheitsgurt ist der Lebensretter Nummer 1.
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Marc Goelz, Dekra-Fahrrad-Experte
Dringende Empfehlung: Helm tragen
Mindestens genauso wichtig und daher dringend angeraten ist das Tragen eines Schutzhelmes. Kinder sollten immer einen Helm als Kopfschutz tragen, wenn sie im Lastenkorb mitfahren. Für die Fahrer*innen ist das Tragen eines entsprechenden Helmes auf dem Fahrrad auch empfohlen.
Sicherheit beginnt beim Kauf
Wenn Sie sich für die Anschaffung eines E-Lastenrades entschieden haben, sollte schon bei der Auswahl des Modells auf einige Sicherheitsaspekte geachtet werden. Hochwertige Bremsen sind bei den zu erreichenden Geschwindigkeiten ein Muss. Bei einem Tempo von 20 Kilometern pro Stunde stehen gute E-Lastenräder in Bremstests oft schon nach vier bis fünf Metern - auch bei voller Beladung. Meist sind diese Räder mit Scheibenbremsen ausgestattet.
Auch ein widerstandsfähiger, stabiler Rahmen sorgt für ein sicherere Fahrt und ist strapazierfähiger. Wenn Sie planen, Kinder mit dem Lastenrad zu transportieren, sollte in jedem Fall auf gute Sicherheitsgurte oder festinstallierte Kindersitze wert gelegt werden. Hier sollte für die maximale Sicherheit ein Dreipunkt- und ein Beckengurt das Kind fest mit der Transportkiste verbinden.
Üben für Neulinge empfohlen
Zudem muss das Lenk-, Fahr- und Bremsverhalten der im Vergleich meist deutlich längeren E-Lastenräder erst einmal geübt werden. Denn schon unbeladen bringen E-Lastenräder im Schnitt um die 65 Kilo auf die Waage. Vollbeladen werden es auch gern mal über 200 Kilo. Die Empfehlung des ADFC:
Auf einer verkehrsfreien Fläche, wie einem Supermarktparkplatz am Sonntag, sollte man das Rad in allen Unterstützungsstufen ausprobieren und sich an das Fahrgefühl gewöhnen. Auch die Bremsen sollten ausprobiert werden bis hin zur Notbremsung.
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René Filippek, ADFC
Vorrausschauendes Fahren sowie das Einplanen der Fehler anderer Verkehrsteilnehmer*innen ist natürlich auch beim Fahren eines E-Lastenrad nicht zu vernachlässigen, um Unfallgefahren zu verringern.
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