Noch mehr mysteriöse Todesfälle:Vizechef von russischem Ölgigant gestorben
Erneut ist ein Vertreter der russischen Elite unerwartet gestorben, der Vizechef von Lukoil. Er ist der fünfte tote Manager des Konzerns - der sich gegen den Krieg stellte.
So berichtet das Nachrichtenportal Nexta über Robertus Tod
- Erst im Oktober 2023 war der Lukoil-Vorstandsvorsitzende Wladimir Nekrassow im Alter von 66 Jahren überraschend gestorben. Offizielle Todesursache sei eine akute Herzinsuffizienz gewesen.
- Im Januar 2023 wurde Dmitri Pawochka tot in seiner ausgebrannten Wohnung aufgefunden. Er soll mit einer Zigarette im Mund eingeschlafen sein. Auch Pawochka war zeitweise Manager bei Lukoil.
- Ebenfalls unter seltsamen Umständen starb am 1. September 2022 Nekrassows Vorgänger Rawil Maganow: Er stürzte aus einem Krankenhausfenster. Russische Medien berichten, er sei beim Rauchen gestolpert.
- Am 8. Mai 2022 wird Alexander Subbotin, Milliardär und Ex-Vorstand bei Lukoil, tot in der Moskauer Wohnung eines "Schamanen" gefunden. Angeblich nach einem gescheiterten Heilversuch wegen Alkoholsucht. Diese Details aus der russischen Presse wurden nicht offiziell bestätigt.
Serie mysteriöser Todesfälle reißt nicht ab
Prigoschins Flugzeugabsturz bis heute ungeklärt
Institutsleiter fällt Treppe hinunter
- Am 21. September 2022 starb der frühere Leiter des Moskauer Luftfahrtinstituts (MAI), Anatoly Gerashchenko. Er sei Berichten zufolge am Hauptsitz des Instituts in der russischen Hauptstadt ausgerutscht und mehrere Treppen hinuntergestürzt. Das MAI ist eine der führenden Forschungseinrichtungen Russlands und für die Entwicklung der Luft- und Raumfahrttechnologie verantwortlich.
- Eine Woche zuvor, am 14. September 2022 starb der Chefredakteur der russischen Boulevardzeitung "Komsomolskaja Prawda", Wladimir Sungorkin, einer der Top-Propagandisten Russlands, seine Zeitung die auflagenstärkste des Landes. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass sei die Todesursache ein Schlaganfall gewesen.
- Am 10. September 2022 starb Iwan Pechorin, Chef der Russischen Gesellschaft für die Entwicklung des Fernen Ostens und der Arktis und so unter anderem für die Erschließung von Bodenschätzen in der Arktis verantwortlich. Er stürzte Medienberichten zufolge am Samstag von seiner fahrenden Privatjacht nahe der Russki-Insel bei Wladiwostok.
Tödlicher Sturz von Putin-Kritiker
- Am 14. August 2022 findet man die Leiche von Dan Rapoport nach einem Sturz vor seiner Washingtoner Wohnung. Der lettisch-amerikanische Unternehmer hat sein Vermögen in Russland gemacht, wurde dann jedoch zu einem bekannten Putin-Kritiker.
- Am 1. Mai 2022 stürzt der Chef des Gazprom-Skiressorts Krasnaja Poljana, Andrej Krukowski, bei einer Bergwanderung nahe Sotschi tödlich. Im Zuge der Olympischen Winterspiele 2014 waren Milliardensummen in den Ort geflossen.
Russische Elite: Etliche angebliche Suizide
- Am 19. April 2022 wird Sergej Protosenja, Manager beim russischen Energieunternehmen Novatek, erhängt im Garten seines Ferienanwesens im spanischen Lloret de Mar gefunden, seine Frau und Tochter mit tödlichen Stichverletzungen. Die Ermittler gehen von einem erweiterten Suizid aus.
- Am 18. April 2022 wird die Leiche von Wladislaw Avayew gefunden. Bis kurz vor seinem Tod war er Vizepräsident der Gazprombank. Avayew, seine Frau und seine 13-jährige Tochter wurden mit Schusswunden in einem Moskauer Apartment entdeckt. Auch hier gehen die Ermittler von erweiterten Suizid aus, Angehörige zweifeln an der Theorie.
- Am 23. März 2022 wird der Besitzer eines russischen Arzneimittelunternehmens tot aufgefunden. Die offizielle Version auch hier: Wassili Melnikow habe zuerst seine Frau und seine beiden Söhne, dann sich selbst erstochen.
- Am 28. Februar 2022 wird der russische Tycoon Mikhail Watford erhängt in der Garage seiner Villa im britischen Surrey aufgefunden. Der russische Oligarch hatte sein Vermögen mit Öl und Gas gemacht.
- Am 25. Februar 2022 wird die Leiche von Alexander Tjuljakow gefunden. Er war stellvertretender Generaldirektor von Gazprom. Medienberichten zufolge hatte er sich erhängt.
- Am 30. Januar 2022, noch vor Kriegsbeginn, wurde der Gazprom-Manager Leonid Shulman tot im Badezimmer eines Landhauses aufgefunden. Die Polizei geht auch hier von Selbstmord aus.
Ausnahmen sind zu rechtfertigen, wenn es sich um Vorfälle der Zeitgeschichte oder von erhöhtem öffentlichen Interesse handelt.
Zudem meiden wir Berichte über Selbsttötungen, da hierdurch die Nachahmerquote steigen könnte.
Sollten Sie von Suizidgedanken betroffen sein, so wenden Sie sich bitte an professionelle Helfer. Diese finden Sie jederzeit bei der Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.