Attentat in München: Innenausschuss tagt - viele Fragen offen

    Viele offene Fragen:Innenausschuss tagt zum Attentat von München

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    Eine Woche nach dem tödlichen Anschlag in München hat sich der Innenausschuss des Bundestages mit der Tat befasst. Viele Fragen blieben offen, Bundesinnenministerin Faeser mahnte.

    Reichstagsgebäude in Berlin
    Der Innenausschuss des Bundestages tagt in einer Sondersitzung zum München-Anschlag, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Im Mittelpunkt steht das Motiv des Täters.20.02.2025 | 1:49 min
    Der Innenausschuss des Bundestags hat sich am Donnerstag in einer Sondersitzung mit den Konsequenzen aus dem Anschlag von München befasst. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nahm gemeinsam mit dem Vizepräsident des Bundeskriminalamts, Jürgen Peter, aus Wiesbaden per Video an der Sitzung teil. Auch Joachim Herrmann (CSU), der Innenminister von Bayern, und der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ließen sich zuschalten.
    Bei der Attacke in München war am Donnerstag vergangener Woche ein 24-jähriger Afghane mit seinem Auto in eine Verdi-Demonstration gefahren. Ein zweijähriges Mädchen und seine 37 Jahre alte Mutter wurden so schwer verletzt, dass sie am Samstag im Krankenhaus starben. Mindestens 37 weitere Menschen erlitten Verletzungen.
    Nach dem Anschlag in München
    Zwei Tage nach dem Anschlag von München gibt es traurige Gewissheit: Eine Frau und ihr zweijähriges Kind sind ihren Verletzungen erlegen. Die Stadt ist im Schockzustand.15.02.2025 | 1:49 min

    Offene Fragen nach Ausschuss

    Zu Motiv, Tathergang und Verantwortung der Sicherheitsbehörden bleiben weiterhin viele Fragen offen. Daran hat auch die Sondersitzung nichts geändert. Die Abgeordnete der FDP, Ann-Veruschka Jurisch sagte:

    Der Erkenntnisgewinn der heutigen Sitzung war wegen der geringen Ermittlungszeit erwartbar gering.

    Ann-Veruschka Jurisch (FDP), Bundestagsabgeordnete

    Es wäre aus ihrer Sicht besser gewesen, später zusammenzukommen. Das sieht Konstantin von Notz (Grüne) anders. Es sei richtig, dass der Deutsche Bundestag seinem Auftrag der Kontrolle der Sicherheitsbehörden nachgekommen sei.
    Nach der Sitzung erklärt Faeser in einer Mitteilung, in solchen Fällen seien harte Strafen und eine Abschiebung direkt aus der Haft zwingend geboten. Gleichzeitig sei wichtig: "Das Leid der Opfer darf keinesfalls für Stimmungsmache missbraucht werden." Die 25 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln seien ein fester und wertvoller Teil der deutschen Gesellschaft.
    ZDF-Reporterin Diekmann berichtet aus Berlin
    Die Ermittlungen zum Anschlag laufen. Deshalb waren schon vor der Sitzung die Erwartungen an konkrete Ergebnisse gering. ZDF-Reporterin Diekmann berichtet aus Berlin. 20.02.2025 | 0:59 min

    Fragen zu Sicherheitskonzepten für Demonstration

    Die Abgeordneten erfuhren nach eigenen Angaben, dass es bei der Absicherung der Gewerkschaftsdemonstration mit zwei Polizeifahrzeugen vor allem um die Regelung des Verkehrs gegangen sei, nicht um eine mögliche Terrorgefahr. Es sei nun notwendig, dass in kurzer Frist geschaut werde, wie man solche Demonstrationen in Zukunft noch besser absichern könne, sagte von Notz von den Grünen.
    Er und die Unions-Innenpolitikerin Andrea Lindholz (CSU) sind sich jedoch einig, dass hundertprozentige Sicherheit bei Demonstrationszügen und Faschingsumzügen nicht möglich sei. "Man kann nicht jede Seitenstraße abriegeln, das funktioniert nicht", so die CSU-Politikerin.
    Ökumenischer Gottesdienst im Liebfrauendom mit interreligiöser Beteiligung für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte des Anschlags in München
    Im Münchner Liebfrauendom wurde mit einem Gottesdienst der Opfer des Anschlags gedacht. Oberbürgermeister Reiter warnte vor einer Instrumentalisierung der Tat.18.02.2025 | 0:20 min

    Religiöses Motiv vermutet

    Die Ermittler gehen weiter davon aus, dass die Tat des gläubigen Muslims einen religiösen Hintergrund hat. Radikalisiert haben soll er sich nach ersten Erkenntnissen aber wohl erst im vergangenen Herbst. Seit Freitag sitzt er in Untersuchungshaft.
    Aufgrund der besonderen Bedeutung des Falls hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Laut Bayerns Innenminister Herrmann war der Täter vorab nicht auffällig gewesen.

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    Quelle: dpa

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    Quelle: AFP, dpa, ZDF

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