Deutschlandticket: Verband fordert langfristige Planung

    Forderung an Union und SPD:Verband: Deutschlandticket langfristig planen

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    Das Deutschlandticket wird millionenfach genutzt. Verkehrsbetriebe fordern nun eine langfristige Finanzierung von Union und SPD. Der Verkehrsminister warnt vor dem Zorn der Nutzer.

    Deutschlandticket
    In den Sondierungen von CDU/CSU und SPD war auch das beliebte Deutschlandticket Thema.
    Quelle: ddp

    Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat Union und SPD aufgefordert, in ihren Koalitionsverhandlungen eine langfristige Fortführung des Deutschlandtickets zu vereinbaren. VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe:

    Branche und Fahrgäste brauchen endlich eine verbindliche mehrjährige Finanzierungszusage, damit das Potenzial des Tickets voll ausgeschöpft werden kann.

    Oliver Wolff, VDV-Hauptgeschäftsführer

    Schon jetzt sei das Ticket "eine Erfolgsgeschichte, die den Zugang zum ÖPNV für die Bürgerinnen und Bürger vereinfacht".
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    Deutschlandticket: Wissing warnt vor Zorn der Nutzer

    Auch der scheidende Bundesverkehrsminister Volker Wissing (parteilos) wirbt für den langfristigen Fortbestand des Deutschlandtickets. Eine solch große Reform auf der Strecke wieder abzubrechen, wäre "Rückschrittspolitik", sagte Wissing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Vor dem Zorn von fast 14 Millionen Nutzerinnen und Nutzern kann ich nur warnen.

    Volker Wissing, Bundesverkehrsminister

    Volker Wissing
    Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich für eine dauerhafte Fortführung des Deutschlandtickets ausgesprochen.20.12.2024 | 0:21 min
    Das Deutschlandticket ist laut Wissing für den ÖPNV in Deutschland eine Riesenchance. "Es ist der größte Modernisierungsschub der letzten Jahrzehnte und eine Digitalisierungsoffensive", betonte der frühere FDP-Politiker. Das Ticket sei attraktiv, weil es dazu einlade, den ÖPNV stärker zu nutzen als bisher. Millionen Haushalte würden finanziell enorm entlastet. Das gelte besonders im ländlichen Raum, sagte Wissing.
    Allerdings müssten nun weitere Schritte folgen, zum Beispiel die digitale Erfassung der Fahrleistung, um die erzielten Einnahmen anschließend gerecht auf die Verkehrsträger zu verteilen. Auch das Angebot müsse weiter ausgebaut werden.
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    CDU, CSU und SPD bei Fortsetzung uneinig

    Zuletzt hatten sich Bund und Länder nur für dieses Jahr auf eine Finanzierung verständigen könne. Dafür war der Preis des Deutschlandtickets Anfang des Jahres von 49 auf 58 Euro monatlich erhöht worden.
    Die SPD will das Deutschlandticket dauerhaft zum aktuellen Preis anbieten, ergänzt durch vergünstigte Tarife für Familien, Studierende oder ältere Menschen. Der Chef der CDU, Friedrich Merz ist grundsätzlich für eine Weiterführung, stellt dies aber ausdrücklich unter den Vorbehalt einer möglichen Finanzierung. Aus der CSU kamen immer wieder Vorbehalte gegen die Weiterführung.

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    Quelle: dpa

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    Quelle: AFP, epd

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