Schwarzes Meer: Russland stellt Bedingungen für Waffenruhe
Schwarzes Meer:Russland stellt Bedingungen für Waffenruhe
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Die Gespräche in Riad haben zu einer Einigung geführt: Die Ukraine und Russland wollen künftig auf Angriffe im Schwarzen Meer verzichten. Der Kreml stellt allerdings Bedingungen.
Die Ukraine verbinde mit der Teilwaffenruhe "große Hoffnung", sagt ZDF-Reporter Henner Hebestreit. Hingegen verbuche Putin das Abkommen als Erfolg für sich, sagt Armin Coerper. 25.03.2025 | 2:34 min
Bei den Gesprächen über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg haben ukrainische wie russische Unterhändler dem Weißen Haus zufolge einem Verzicht auf Angriffe im Schwarzen Meer zugestimmt.
Russland wie die Ukraine hätten "sich bereit erklärt, die sichere Schifffahrt zu gewährleisten, die Anwendung von Gewalt zu unterbinden und den Einsatz von Handelsschiffen für militärische Zwecke im Schwarzen Meer zu verhindern", hieß es am Dienstag in zwei getrennten Erklärungen aus Washington. Russland und die Ukraine bestätigten die Einigung.
Tweet des Ukrainischen Verteidigungsministeriums
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Die Ukraine schränkte ein, dass russische Marineschiffe sich nur in der östlichen Hälfte des Meeres aufhalten dürften. Beim Auftauchen russischer Kriegsschiffe in der westlichen Hälfte werde die Ukraine von ihrem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen.
Nach den Gesprächen in Riad mit den USA sagt der Kreml, man sei bereit für eine Waffenruhe im Schwarzen Meer.25.03.2025 | 1:20 min
Weißes Haus sichert Kreml Zugang zu Agrar-Weltmarkt zu
Das Weiße Haus in Washington erklärte, die US-Regierung werde dazu beitragen, Russlands Zugang zum Weltmarkt für Agrar- und Düngemittelexporte wiederherzustellen. Zudem werde man weiterhin Gespräche auf beiden Seiten vermitteln, um einen nachhaltigen Frieden zu erreichen.
Die USA und Russland haben offenbar Fortschritte bei Verhandlungen über eine Waffenruhe in der Ukraine gemacht.25.03.2025 | 0:24 min
"Gemäß der Vereinbarung zwischen den Präsidenten Russlands und der Vereinigten Staaten haben sich die russische und die amerikanische Seite darauf geeinigt, die Umsetzung der 'Schwarzmeer-Initiative' sicherzustellen", hieß es in einer Erklärung des Kremls. Demnach will Russland die Vereinbarung aber erst dann umsetzen, wenn weitreichende Sanktionen aufgehoben werden - etwa im Bereich des internationalen Lebensmittelhandels.
Was Moskaus Bedingungen bedeuten
"Der Kreml stimmt dem Vorschlag einer Waffenruhe vordergründig zu - und sagt eigentlich: Nein", ordnet ZDF-Korrespondent Felix Klauser ein. "Die Bedingungen, unter denen eine Waffenruhe nach Kreml-Lesart erst eintreten kann, sind äußerst umfangreich und werden sich so schnell kaum umsetzen lassen."
Selbst wenn es den politischen Willen "und entsprechende Zugeständnisse der USA geben sollte", sagt Klauser: Sanktionen gegen Banken oder die Rückkehr russischer Banken in das SWIFT-System zur Durchführung von Finanztransaktionen ließen sich kurzfristig kaum umsetzen.
Moskau demonstriert mit diesem Schritt guten Willen in Richtung der USA - und lässt das Eintreten einer tatsächlichen Waffenruhe doch sehr fraglich erscheinen.
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ZDF-Korrespondent Felix Klauser
Auch Angriffe auf Energie-Infrastruktur Thema
Moskau erklärte sich zudem bereit, gemeinsam mit den USA Maßnahmen zur Umsetzung der Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Putin über das Verbot von Angriffen auf Energieanlagen Russlands und der Ukraine zu entwickeln.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte mit Blick auf das Schwarze Meer und die Energie-Infrastrukturen, dass die vereinbarten Waffenruhen ab sofort gelten würden. Sollte die russische Seite gegen die Vereinbarungen verstoßen, werde sich die Ukraine direkt an die USA wenden, sagt Selenskyj weiter.
Während in Saudi-Arabien über einen Waffenstillstand diskutiert wird, erleben die Menschen auch in Kiew Nacht für Nacht die tödlichen Attacken russischer Drohnen.24.03.2025 | 1:46 min
Ukraine-Krieg: Verhandlungen in Saudi-Arabien
Am Montag hatten in Saudi-Arabien Unterhändler der USA und Russlands mehr als zwölf Stunden lang verhandelt. Bei den Gesprächen ging es um die Wiederherstellung der zerrütteten bilateralen Beziehungen und um eine Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Hierbei ging es vor allem um die ersten Schritte zu einer Waffenruhe - speziell um die Sicherung der Schifffahrt im Schwarzen Meer.
Zuletzt einigten sich die Ukraine und Russland auf eine begrenzte Waffenruhe - doch die Angriffe gehen weiter. Im saudi-arabischen Riad wurde weiter verhandelt.24.03.2025 | 1:30 min
Die neue US-Regierung will einen schnellen Frieden in der Ukraine vermitteln. Dazu hat sie bislang vor allem Druck auf Kiew ausgeübt. So erklärte der US-Sondergesandte Steve Witkoff bereits, dass sich die Ukraine wohl mit dem Verzicht auf einen Beitritt zur Nato und eigene Territorien abfinden müsse. In der saudischen Hauptstadt Riad sollten in einer Art Pendeldiplomatie die Positionen der Kriegsparteien angenähert werden.
Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
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