Ukraine: Starmer offen für Entsendung von Friedenstruppen

    Britische Unterstützung für Kiew:Starmer erwägt Ukraine-Friedenstruppe

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    Der britische Premier Keir Starmer zeigt sich offen für die Entsendung britischer Soldaten in die Ukraine. Bundeskanzler Olaf Scholz reagiert geradezu empört über die Debatte.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßt den spanischen Premierminister Pedro Sanchez bei seiner Ankunft.
    In Paris beraten europäische Regierungschefs mit den Spitzen von NATO und EU, wie Europa auf den Kurswechsel der USA in der Ukraine-Politik reagieren soll.17.02.2025 | 1:08 min
    Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich am Vorabend eines Gipfeltreffens europäischer Staats- und Regierungschefs an diesem Montag in Paris "bereit und willens" gezeigt, nötigenfalls auch Friedenstruppen in das von Russland angegriffene Land zu entsenden.

    Ich sage das nicht leichtfertig. Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die damit einhergeht, dass britische Soldaten und Soldatinnen möglicherweise in Gefahr geraten.

    Keir Starmer, Großbritanniens Premier

    In einem Gastbeitrag für den "Telegraph" schrieb Starmer, Großbritannien könne bei der Arbeit an Sicherheitsgarantien für die Ukraine eine "führende Rolle" übernehmen. Das bedeute im Falle des Kriegsendes auch, Truppen vor Ort zu stationieren, falls das nötig sein sollte.
    Es ist das erste Mal, dass sich Starmer ausdrücklich für die Entsendung britischer Friedenstruppen in die Ukraine ausspricht.
    SGS Röller
    Europa habe ein neues Problem: "Nicht mehr nur Putin, sondern auch Donald Trump", sagt Ulf Röller in München. Beim Sondergipfel wolle man daher "ein Signal der Stärke zeigen".16.02.2025 | 2:54 min

    Starmer: Unterstützung der USA für Frieden entscheidend

    "Jede Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit der Ukraine hilft, die Sicherheit unseres Kontinents und die Sicherheit dieses Landes zu gewährleisten", schrieb der Premier in dem Beitrag.

    Das Ende dieses Krieges, wenn es denn kommt, darf nicht nur eine vorübergehende Pause sein, bevor Putin wieder angreift.

    Keir Starmer, Großbritanniens Premier

    Er werde "in den kommenden Tagen" US-Präsident Donald Trump treffen, schrieb Starmer. Europa und die USA müssten in der Ukraine-Frage weiter eng zusammenarbeiten.
    Eine US-Sicherheitsgarantie sei für einen dauerhaften Frieden unerlässlich, denn nur die USA könnten den russischen Präsidenten Wladimir Putin von einem weiteren Angriff abhalten.
    Donald Trump und Wladimir Putin vor einer Landkarte der Ukraine
    Seit drei Jahren befindet sich die Ukraine im Krieg. Nun will US-Präsident Trump mit Russlands Präsident Putin über einen Friedensplan verhandeln, ohne die Ukraine und ohne Europa.16.02.2025 | 4:09 min

    Scholz: Unpassende Debatte zur falschen Zeit

    Bundeskanzler Olaf Scholz wies die Diskussion über eine europäische Friedenstruppe als "völlig verfrüht" zurück. "Ich bin sogar ein wenig irritiert über diese Debatten, das will ich ganz offen sagen", sagte Scholz nach dem Ukraine-Gipfel in Paris. Hier werde über die Köpfe der Ukrainer hinweg über mögliche Ergebnisse von Friedensgesprächen diskutiert, die noch nicht stattgefunden haben.

    Das ist höchst unangemessen, um es ganz offen und ehrlich zu sagen.

    Olaf Scholz, Bundeskanzler

    Es sei eine "unpassende Debatte zur falschen Zeit und über das falsche Thema", sagte Scholz. "Wir sind noch nicht beim Frieden, sondern mitten in einem brutal von Russland vorgetragenen Krieg, der ohne Rücksicht weiter vorangetrieben wird."
    SGS Heusgen
    Die Münchner Sicherheitskonferenz habe gezeigt, dass "dieses Amerika unter Trump auf einem anderen Stern lebt", sagt der Leiter der Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen. 16.02.2025 | 5:29 min

    Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Paris

    Nach den Äußerungen Trumps hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron für Montag zu dem Treffen europäischer Spitzenpolitiker in Paris eingeladen. Neben Scholz nahmen daran unter anderem auch die Regierungschefs aus Großbritannien, Italien und Polen teil. Auch Nato-Chef Mark Rutte und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen waren dabei.
    Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

    Russland greift die Ukraine an
    :Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

    Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
    Zerstörung nach Luftangriffen auf Kostyantynivka, Ukraine
    Liveblog
    Quelle: dpa, AFP, Reuters

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