Ukraine: Dritter Jahrestag des Kriegs - EU sichert Hilfen zu

    Dritter Jahrestag des Krieges:EU-Spitzen sagen in Kiew Milliardenhilfen zu

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    Vor genau drei Jahren griff Russland die Ukraine an. Am Jahrestag sind gleich mehrere EU-Spitzenpolitiker zur Unterstützung in Kiew. Im Gepäck: Zusagen über schnelle Finanzhilfen.

    Ursula von der Leyen und Seeselekyj begrü0ßen sich anlässlich des dritten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine.
    Die EU zeigt sich weiterhin solidarisch mit Kiew. Zum dritten Jahrestag des Krieges kündigt die EU jetzt weitere Hilfen für die Ukraine an.24.02.2025 | 1:25 min
    Am dritten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind die EU-Spitzen zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. "Wir sind heute in Kiew, weil die Ukraine Europa ist", erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Plattform X:

    In diesem Überlebenskampf steht nicht nur das Schicksal der Ukraine auf dem Spiel. Es ist Europas Schicksal.

    Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin

    Von der Leyen veröffentlichte auch ein Video, das sie zusammen mit Ratspräsident António Costa bei der Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug zeigt.
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    Die EU-Kommissionspräsidentin, die in drei Jahren Krieg häufig in Kiew war, bringt diesmal viele ihrer EU-Kommissare und Kommissarinnen mit zu den Beratungen. Außerdem erwartet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach eigenen Angaben Vertreter von 13 weiteren Staaten in Kiew, darunter Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez. Weitere 24 Länder sollen per Video zugeschaltet werden.
    SGS Thevessen udn Eigendorf
    Die Amerikaner wollen sich aus dem Ukraine-Krieg zurückziehen und einen schnellen Frieden. Ohne die US-Hilfe steht Europa unter Druck. Elmar Theveßen und Katrin Eigendorf.24.02.2025 | 2:43 min

    EU sagt Kiew Milliarden aus russischen Vermögen zu

    Von der Leyen kündigte bei ihrem Besuch an, dass bereits im März weitere 3,5 Milliarden Euro an das von Russland angegriffene Land überwiesen werden sollen. Das Geld ist ein Darlehen, das mit Zinserträgen aus der Verwahrung von eingefrorenem Staatsvermögen Russlands zurückgezahlt wird.
    Man werde außerdem die militärische Unterstützung der Ukraine und die eigene Verteidigungsbereitschaft verstärken, erklärte von der Leyen gemeinsam mit EU-Ratspräsident António Costa und Parlamentspräsidentin Roberta Metsola.
    Costa bekannte sich vor dem Treffen zu einer Mitgliedschaft des angegriffenen Landes in der Europäischen Union. "Die Zukunft der Ukraine ist in der Europäischen Union. Und die Sicherheit der Ukraine ist die Sicherheit Europas", sagte er in einem in der Nacht auf der Plattform X veröffentlichten und an die Ukrainer gerichteten Video. Costa betonte:

    Heute sind wir alle Ukrainer.

    António Costa, EU-Ratspräsident



    auslandsjournal-doku: Ukraine - Krieg oder Frieden
    Die Karten werden neu gemischt im Machtpoker. Zwingen Trump und Putin die Ukraine zum Diktatfrieden? Während sich die Ereignisse überschlagen, ringt Europa um Einfluss.20.02.2025 | 29:23 min

    Macron will Trump treffen

    Das Treffen in Kiew gilt als besonders wichtig, seitdem US-Präsident Donald Trump klargemacht hat, dass die Ukraine nicht mehr auf umfangreiche Militärhilfen der Vereinigten Staaten setzen kann. Trump will die Ukraine und Russland stattdessen in Verhandlungen über ein Ende des Krieges zwingen.
    Zugleich laufen Versuche, Trump weiter von einer Unterstützung der Ukraine wie von einem militärischen Engagement der USA in Europa zu überzeugen. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron will sich in Washington mit Trump treffen. Vorher stimmte sich Macron mit dem britischen Premierminister Keir Starmer ab, der ebenfalls diese Woche in die USA reisen wird.
    Ukrainische Soldaten in einem Schützenfraben in der Region Donetsk.
    Seit drei Jahren kämpfen Russland und die Ukraine im Osten des Landes, der Konflikt hat sich zu einem zermürbenden Stellungskrieg entwickelt. Fortschritte bleiben begrenzt.20.02.2025 | 1:38 min

    Europäische Solidarität für das angegriffene Land

    Für weite Teile der Ukraine begann die Nacht auf Montag indes erneut mit Luftalarm, weil am Himmel russische Kampfdrohnen geortet wurden. Betroffen war auch die Hauptstadt Kiew. Trümmer einer Drohne fielen in einen Stadtbezirk, wie der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, auf Telegram schrieb. In der Nacht auf Sonntag hatte Russland die bislang größte Drohnenattacke mit mehr als 270 unbemannten Fluggeräten unternommen.

    Russische Invasion
    :Ukraine-Krieg: Drei Jahre Angst und Unsicherheit

    Am 24. Februar 2022 schlugen in Kiew, Mariupol und Charkiw die ersten russischen Raketen ein. Seit drei Jahren kämpfen die Ukrainer um ihr Land. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende ist gering.
    von Katrin Eigendorf
    Ein Anwohner steht auf dem zerstörten Balkon einer Wohnung in einem beschädigten Wohngebäude nach einem russischen Raketenangriff in der Stadt Makiivka.
    mit Video
    In Brüssel werden am Montag indes die EU-Außenminister tagen, die dabei ein neues Paket mit Russland-Sanktionen beschließen wollen. Es sieht unter anderem neue Handelsbeschränkungen sowie Maßnahmen gegen russische Medien und die sogenannte russische Schattenflotte vor. Damit sind Tanker und andere Frachtschiffe mit undurchsichtigen Eigentümerstrukturen gemeint, die der Kreml benutzt, um Sanktionen etwa beim Öltransport zu umgehen.
    Ukrainian President Volodymyr Zelensky (R) and US Special Presidential Envoy for Russia and Ukraine Keith Kellogg (L) attend their meeting in Kyiv, Ukraine, 20 February 2025. Keith Kellogg arrived in Ukraine to meet with senior Ukrainian officials amid the ongoing Russian invasion.
    Nach den schweren Vorwürfen Trumps gegen Präsident Selenskyj versucht sich die Ukraine an Schadensbegrenzung, während der US-Sondergesandte eine Pressekonferenz in Kiew absagt.20.02.2025 | 2:07 min

    USA wollen UN-Resolution ohne Verurteilung Russlands

    Auch die Vereinten Nationen in New York werden am heutigen Montag Schauplatz der diplomatischen Auseinandersetzung wegen der Ukraine sein. Die USA vertreten auch dort ihre Linie einer Wiederannäherung mit Russland und versuchen, die Staatengemeinschaft auf diese Linie zu bringen. In einem auffällig neutral gehaltenen Resolutionsentwurf wird Russland nicht als Aggressor bezeichnet.
    Neben einem ursprünglichen Resolutionsentwurf der Ukraine soll über den US- Entwurf laut Diplomaten in der UN-Vollversammlung (16.00 MEZ) von 193 Mitgliedsstaaten abgestimmt werden, bevor er dann auch im UN-Sicherheitsrat zur Abstimmung gestellt wird (21.00 Uhr). Es blieb zunächst unklar, wie gut die Chancen für die Annahme in den Gremien sind.
    Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

    Russland greift die Ukraine an
    :Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

    Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
    Zerstörung nach Luftangriffen auf Kostyantynivka, Ukraine
    Liveblog
    Quelle: dpa, AFP, kna
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