Rechter Hardliner: Trump will FBI-Gegner zum FBI-Chef machen
Rechter Hardliner Kash Patel:Trump will FBI-Gegner zum FBI-Chef machen
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Kash Patel war während Trumps erster Amtszeit bereits als nationaler Sicherheitsberater für den Republikaner tätig. Wer ist der Mann, der nun Chef der US-Bundespolizei werden soll?
Kash Patel soll FBI-Chef werden.
Quelle: afp
Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den rechten Hardliner Kash Patel als künftigen Chef der Bundespolizei FBI nominiert. Trump schrieb am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social:
Kash ist ein ausgezeichneter Anwalt, Ermittler und Kämpfer für 'America First', der seine Karriere dem Kampf gegen Korruption, der Verteidigung der Justiz und dem Schutz des amerikanischen Volks gewidmet hat.
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Donald Trump, designierter US-Präsident
Es seien vor allem "starke Persönlichkeiten", "etliche Milliardäre" und es sei wahrscheinlich, dass sie nicht immer "einer Meinung sein werden", so Heike Slansky, ZDF-Korrespondentin in Washington, zu den Personalien des Trump-Kabinetts.25.11.2024 | 3:08 min
Patel war auch als CIA-Chef im Gespräch
Patel war während Trumps erster Amtszeit als nationaler Sicherheitsberater für den Republikaner tätig. Er war im Zuge der Ermittlungen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das US-Kapitol im Januar 2021 befragt worden.
Nach der US-Wahl 2020 hatte der damals abgewählte US-Präsident Donald Trump eine aufpeitschende Rede gehalten. In der Folge zogen fanatische Anhänger zum Kapitol in Washington und stürmten schließlich das Gebäude, in dem ein Kongress tagte. Das Ziel: Verhindern, dass der Wahlsieg von Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl formell beglaubigt wird. Im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol kamen fünf Menschen ums Leben, darunter Demonstranten und ein Polizist.
Patel ist Autor eines Buches über den sogenannten "deep state" - also dem tiefen Staat. Der ehemalige Pentagon-Mitarbeiter war nach Trumps Wahlsieg als Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA im Gespräch. Er hatte dem US-Journalismus bei einer zweiten Amtszeit Trumps mit Vergeltung und Verfolgung gedroht.
Für die Berufung in Trumps Regierung zählt nicht Kompetenz, sondern Loyalität und der Wille, den "deep state" zu zerstören. Was bedeutet das für die kommende Amtszeit?28.11.2024 | 27:58 min
Bericht: Patel sieht FBI als potenzielle "Bedrohung für das Volk"
Bevor er ins Weiße Haus wechselte, war Patel für den Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses tätig, der sich damals mit der mutmaßlichen russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 beschäftigte, wie aus Angaben zu seinem Lebenslauf beim Pentagon hervorgeht.
Laut dem Sender CNN spielte Patel eine Schlüsselrolle bei den Anstrengungen einiger Republikaner, die FBI-Ermittlungen zu den Russland-Verbindungen zu diskreditieren. Trump selbst hat immer wieder offen sein Misstrauen der Behörde gegenüber zum Ausdruck gebracht.
Kash Patel soll FBI-Chef werden.
Quelle: AFP
Die FBI-Durchsuchung seines Anwesens in der Affäre um die Mitnahme geheimer Regierungsdokumente stellte er etwa als politisch motivierte Aktion dar - nur eines von mehreren Beispielen.
Die US-Staatsanwaltschaft hat die Einstellung von zwei Verfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump beantragt. Dabei ging es um versuchten Wahlbetrug und die Dokumenten-Affäre.26.11.2024 | 0:22 min
Patel ist Kritiker des FBI
Patel gilt als Kritiker des FBI in seiner derzeitigen Form. Das Nachrichtenportal "Axios" zitierte vor einigen Tagen aus einem Buch Patels, in dem er über die das FBI schreibt, dass die Bundespolizei "eine Bedrohung für das Volk bleibe, wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden".
Patel habe auf seinen früheren Posten "unglaubliche Arbeit" geleistet, schrieb Trump. Das FBI werde unter ihm der wachsenden "Kriminalitätsepidemie" in den USA ein Ende setzen, "kriminelle Migrantenbanden" zerschlagen und grenzüberschreitenden Menschen- und Drogenhandel stoppen.
Lutnick soll US-Handelsminister werden
Lutnick ist Wallstreet-Manager und Co-Chef von Trumps Team, das die Amtsübernahme des Republikaners ab 20. Januar vorbereitet. Lutnick solle seine Pläne für Zölle umsetzen, teilte Trump mit.
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