Donald Trumps Rolle bei der Abstimmung zu Ukraine-Hilfen
US-Parlament stimmt für Hilfen:Ukraine-Paket: Welche Rolle spielte Trump?
|
Erleichterung in Kiew: Das US-Repräsentantenhaus stimmte nach langem Gezerre für weitere Ukraine-Milliardenhilfen. Welche Rolle Ex-Präsident Donald Trump dabei spielte.
311 Abgeordnete stimmten für den Entwurf, 112 dagegen. Alle Nein-Stimmen kamen dabei aus den Reihen der Republikaner. Etliche aus der Partei lehnen weitere US-Hilfen für die Ukraine vehement ab. Befeuert wurde diese Haltung bisher auch immer wieder von Ex-Präsident Donald Trump.
Am Samstag stimmte das US-Repräsentantenhaus für neue Ukraine-Hilfen im Wert von 61 Milliarden Dollar. ZDF-Korrespondent Luc Walpot berichtet über die Erwartungen aus Kiew.21.04.2024 | 1:01 min
Abstimmung möglich gemacht: Johnson unter Druck
Monatelang hatte sich der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, bei dem Thema nicht bewegt und von radikalen Parteikollegen vor sich hertreiben lassen. Weil die Republikaner eine hauchdünne Mehrheit in der Kammer haben, passierte deshalb in Sachen Ukraine-Hilfen lange nichts.
Nun war es aber doch Johnson, der die Abstimmung möglich gemacht hat. Seinen Sinneswandel begründete er damit, auf der richtigen Seite der Geschichte stehen zu wollen. Dafür erntete der Speaker teils heftige Kritik seiner Parteikollegen. Die glühende Trump-Anhängerin Marjorie Taylor Greene etwa nannte Johnsons Verhalten einen "Betrug".
Vor Abstimmung: Johnson zu Besuch bei Trump
Nun droht Johnson eine Rebellion des Rechtsaußenflügels seiner Fraktion. Warum hat er das riskiert?
Beobachtern zufolge ist davon auszugehen, dass Johnson sich sein Vorhaben von Trump hat absegnen lassen. Dieser gilt als Strippenzieher hinter der monatelangen Blockade der Ukraine-Hilfen. Am Freitag hatten sich die beiden in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida getroffen. Was dabei hinsichtlich der Ukraine besprochen wurde, wurde dabei nicht bekannt.
Donald Trump und Mike Johnson bei einer Konferenz nach ihrem Treffen in Mar-a-Lago.
Quelle: AP
Nach Einschätzung von ZDF-Korrespondentin Claudia Bates war Trump bei der Abstimmung aber "in zweierlei Hinsicht mit ausschlaggebend". Zum einen, erklärt Bates, seien sich die beiden "in vielem völlig einig".
Mike Johnson ist ein Trumpist in seiner Partei, der Trump aktiv bei dem Versuch geholfen hat, das Wahlergebnis zu kippen nach der letzten Präsidentschaftswahl.
„
Claudia Bates, ZDF-Korrespondentin
Nach monatelanger Blockade durch die Republikaner hat das US-Repräsentantenhaus einem Milliarden-Hilfspaket für die Ukraine zugestimmt. Jetzt soll alles ganz schnell gehen. 21.04.2024 | 1:27 min
Diesem loyalen Freund habe Trump nun Unterstützung gewährt. Der andere Punkt sei, dass Trump die Idee mit dem Darlehen "gepusht" habe. "Auf ihn geht es also zurück, dass ein Teil des Geldes für die Ukraine jetzt erstmal nur geliehen werden soll."
Insofern ja, spielt er [Trump] eine wichtige Rolle für diese jetzt erfolgte Abstimmung.
Das ganze Gespräch mit ZDF-Korrespondentin Claudia Bates im Video.20.04.2024 | 2:46 min
Johnson setzt Job aufs Spiel
Hintergrund ist, dass die in dem Hilfspaket beschlossene Finanzhilfe für die Ukraine in Form eines Darlehens angelegt ist, sprich das Geld ist lediglich geliehen.
Während die Ukraine also nun mit der lang ersehnten Hilfe rechnen kann, sieht sich Mike Johnson mit erbosten erzkonservativen Parteikollegen konfrontiert.
Um dir eine optimale Website der ZDFmediathek, ZDFheute und ZDFtivi präsentieren zu können, setzen wir Cookies und vergleichbare Techniken ein. Einige der eingesetzten Techniken sind unbedingt erforderlich für unser Angebot. Mit deiner Zustimmung dürfen wir und unsere Dienstleister darüber hinaus Informationen auf deinem Gerät speichern und/oder abrufen. Dabei geben wir deine Daten ohne deine Einwilligung nicht an Dritte weiter, die nicht unsere direkten Dienstleister sind. Wir verwenden deine Daten auch nicht zu kommerziellen Zwecken.
Zustimmungspflichtige Datenverarbeitung • Personalisierung: Die Speicherung von bestimmten Interaktionen ermöglicht uns, dein Erlebnis im Angebot des ZDF an dich anzupassen und Personalisierungsfunktionen anzubieten. Dabei personalisieren wir ausschließlich auf Basis deiner Nutzung der ZDFmediathek, der ZDFheute und ZDFtivi. Daten von Dritten werden von uns nicht verwendet. • Social Media und externe Drittsysteme: Wir nutzen Social-Media-Tools und Dienste von anderen Anbietern. Unter anderem um das Teilen von Inhalten zu ermöglichen.
Du kannst entscheiden, für welche Zwecke wir deine Daten speichern und verarbeiten dürfen. Dies betrifft nur dein aktuell genutztes Gerät. Mit "Zustimmen" erklärst du deine Zustimmung zu unserer Datenverarbeitung, für die wir deine Einwilligung benötigen. Oder du legst unter "Einstellungen/Ablehnen" fest, welchen Zwecken du deine Zustimmung gibst und welchen nicht. Deine Datenschutzeinstellungen kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in deinen Einstellungen widerrufen oder ändern.