Papst Franziskus: Vatikan meldet "allmähliche Besserung"

    Franziskus seit Wochen in Klinik:"Allmähliche, leichte Besserung" beim Papst

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    "Es lässt sich eine allmähliche, leichte Besserung verzeichnen": Nach Angaben aus dem Vatikan geht es Papst Franziskus wieder etwas besser. Die Prognose bleibt aber zurückhaltend.

    Rom: Nonnen beten für Papst Franziskus vor der Poliklinik Agostino Gemelli, wo der Papst seit dem 14. Februar behandelt wird.
    In seiner Audiobotschaft bedankte sich Papst Franziskus erst kürzlich für die vielen Gebete.
    Quelle: AP/dpa/Andrew Medichini

    Nach mehr als drei Wochen im Krankenhaus geht es Papst Franziskus nach offiziellen Angaben wieder etwas besser. "Der klinische Zustand des Heiligen Vaters ist in den letzten Tagen stabil geblieben und zeigt somit ein gutes Ansprechen auf die Therapie", teilte der Vatikan in einem ärztlichen Bulletin am Abend mit. Folgerichtig sei eine "allmähliche, leichte Besserung eingetreten".

    Der Heilige Vater ist zu jeder Zeit fieberfrei geblieben.

    Mitteilung des Vatikan

    Am Morgen habe sich Franziskus nach dem Empfang der Eucharistie in seiner Privatkapelle zum Gebet versammelt, am Nachmittag wechselte er zwischen Ruhe und Arbeit ab, hieß es weiter.
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    Ärzte halten sich weiter mit Prognose zurück

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    Mit einer Prognose zum weiteren Verlauf hielten sich die Ärzte weiterhin zurück. Dazu hieß es in der Mitteilung des Vatikan:

    Da die Ärzte die Entwicklungen dieser ersten leichten Verbesserungen in den nächsten Tagen abwarten wollen, halten sie die Prognose vorsichtshalber noch zurück.

    Mitteilung des Vatikan

    Auch in der Vergangenheit war in Bulletins schon von einer Besserung die Rede, worauf dann aber wieder Rückschläge folgten. Der Öffentlichkeit hat sich Franziskus seit der Einlieferung ins Krankenhaus nicht mehr gezeigt. Er bedankte sich jedoch in einer Audiobotschaft für die vielen Gebete. Dabei wirkte seine Stimme sehr schwach.
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    Quelle: dpa

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    Quelle: dpa, ZDF

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