Gestrandete Astronauten bekamen kein Geld für Überstunden

    Gestrandet auf der ISS:Astronauten bekamen kein Geld für Überstunden

    |

    Rund neun Monate lang saßen zwei US-Astronauten wegen einer Panne auf der ISS fest. Deutlich länger als ursprünglich geplant. Deutlich mehr Geld gab es für sie dennoch nicht.

    Suni Williams und Barry Wilmore während sie das Betriebs- und Checkout-Gebäude verlassen.
    Suni Williams und Barry Wilmore waren Anfang Juni zur ISS gekommen und sollten eigentlich nur rund eine Woche dort bleiben.
    Quelle: dpa

    Die zwei US-Astronauten, die wegen einer Raumschiff-Panne rund neun Monate länger als ursprünglich geplant auf der Internationalen Raumstation ISS bleiben mussten, haben die vielen Überstunden nicht extra vergütet bekommen.
    Genau wie andere Regierungsangestellte auf Dienstreisen hätten sie ein Gehalt für eine 40-Stunden-Woche bekommen, zudem seien Kosten für "Transport, Unterkunft und Mahlzeiten" von der Nasa übernommen worden, sagte ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Dem "People"-Magazin sagte die Nasa:

    Sie erhalten keine Überstunden-, Urlaubs- oder Wochenendzuschläge.

    Nasa-Sprecher

    Zudem hätten beide jeweils fünf Dollar (etwa 4,60 Euro) pro Tag im All für "incidentals" (auf Deutsch etwa "unvorhergesehene Nebenausgaben") bekommen. Das sei Standard für alle Nasa-Astronauten.
    USA, Houston: Die Nasa-Manager Joel Montalbano (l-r), Nasa-Manager, Steve Stich und Bill Spetch sprechen zu Journalisten während einer Pressekonferenz im Johnson Space Center, nach der Rückkehr der Astronauten Wilmore, Williams, Hague und Gorbunow.
    Neun Monate länger als geplant mussten die US-Astronauten Sunita Williams und Barry Wilmore auf der ISS bleiben. 19.03.2025 | 0:18 min
    Suni Williams und Barry Wilmore waren Anfang Juni zur ISS gekommen und sollten eigentlich nur rund eine Woche dort bleiben.
    Aufgrund von technischen Problemen mit ihrem "Starliner"-Raumschiff entschied die Nasa aus Sicherheitsgründen jedoch, sie mit einem anderen Raumschiff und erst rund neun Monate später wieder zur Erde zurückkehren zu lassen. Seit der vergangenen Woche sind die erfahrenen Astronauten zurück auf der Erde.
    Eine SpaceX-Rakete beim Kennedy Space Center in Florida.
    Der Start einer SpaceX-Rakete wurde aufgrund technischer Probleme gestoppt. Damit verschiebt sich auch die Rückholung der zwei auf der ISS festsitzenden Astronauten.13.03.2025 | 1:37 min

    Trump will Überstunden "aus eigener Tasche" bezahlen

    US-Präsident Donald Trump hatte ohne Beweise vorzulegen mehrfach seinem Vorgänger Joe Biden die Schuld dafür zugeschoben, dass die Astronauten länger als geplant im All bleiben mussten.
    Zur Bezahlung der Überstunden der beiden kommentierte Trump vor Kurzem vor Journalisten, dass er sich "darum kümmern" werde. "Wenn ich es muss, dann zahle ich es aus eigener Tasche."

    Icon von whatsapp
    Quelle: dpa

    Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.

    Quelle: dpa
    Thema

    Mehr zur ISS