Frau des Jahres 2025: US-Magazin "Time" ehrt Gisèle Pelicot
Frau des Jahres 2025:US-Magazin "Time" ehrt Gisèle Pelicot
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Gisèle Pelicot ist vom US-Magazin "Time" zur Frau des Jahres gekürt worden. Wegen ihres Mutes, öffentlich gegen ihre Vergewaltiger vorzugehen, sei sie eine Ikone für Frauenrechte.
Gisèle Pelicot (Archivbild)
Quelle: ddp
Die durch den Vergewaltigungsprozess von Avignon bekannt gewordene Gisèle Pelicot ist vom US-Magazin "Time" zur Frau des Jahres 2025 gekürt worden.
Die Entscheidung der Französin, einen Prozess hinter geschlossenen Türen abzulehnen und damit auf ihr Recht auf Anonymität zu verzichten, habe sie "weltweit zu einer Heldin" gemacht, begründete das Magazin seine Entscheidung. Pelicot sei eine Frau, "die angesichts einer persönlichen Tragödie auf außergewöhnliche Weise handelte". Wegen ihres Mutes sei sie eine Ikone für Frauenrechte.
Der Vergewaltigungsprozess von Avignon hat Frankreich erschüttert. Wie verändert er das Land?20.11.2024 | 6:25 min
Pelicot: Nicht Opfer, sondern Täter sollen sich schämen
Die 72-Jährige hatte ein öffentliches Verfahren gefordert, damit die "Scham die Seite wechselt". "Ich möchte, dass alle Frauen, die Vergewaltigungsopfer sind, sich sagen, Frau Pelicot hat es getan, wir können es auch tun", hatte die 72-Jährige bei der Eröffnung des Prozesses im September im südfranzösischen Avignon gesagt.
Ich will, dass sie [die Opfer] sich nicht mehr schämen. Es ist nicht an uns, sich zu schämen, sondern an ihnen.
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Gisèle Pelicot beim Prozessauftakt gegen ihre Vergewaltiger
Über Jahre betäubt und zur Vergewaltigung angeboten
Gisèle Pelicot war von ihrem Mann über Jahre hinweg immer wieder mit Medikamenten betäubt und in Internetforen zur Vergewaltigung angeboten worden.
Der Prozess endete mit Haftstrafen für alle Angeklagten. Pelicots Ex-Mann, der Hauptangeklagte Dominique Pelicot, hatte die Höchststrafe von 20 Jahren akzeptiert.
Gisele Pelicot wurde zum Symbol des Kampfes gegen Gewalt an Frauen. Im Dezember 2024 sind ihre 51 Peiniger verurteilt worden.19.12.2024 | 1:32 min
Pélicot hatte sich dafür eingesetzt, dass die Verhandlung gegen ihren Ex-Mann und ihre rund 50 weiteren Vergewaltiger öffentlich stattfindet. Sie setzte durch, dass ein Teil der verstörenden Videos, die Dominique Pelicot von den Vergewaltigungen angefertigt hatte, im Gerichtssaal gezeigt wurde. Der Prozess fand weltweit Beachtung.
Forderungen in Frankreich Sexualstrafrecht zu ändern
Seit dem Pelicot-Prozess fordern immer mehr Menschen, den Grundsatz "Nur Ja heißt Ja" im Sexualstrafrecht, der bereits in Spanien und Schweden gilt, auch in Frankreich gesetzlich festzuschreiben.
Pelicot teilt sich diese Auszeichnung mit elf weiteren Frauen, darunter die Schauspielerin Nicole Kidman, die Turnerin Jordan Chiles und die Basketballspielerin A'ja Wilson. Ihre Geschichten werden in der Ausgabe vom 10. März zu lesen sein.
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