Warum ist Scheitern ein Tabu? Die dreiteilige Doku-Reihe "The Finest Fckup" zeichnet das Bild dreier Menschen, die wirtschaftlich gescheitert sind. Seit dem 28. Januar gibt es nun die erste Folge in der ZDFmediathek. Wir haben der ZDFmitreden-Community einen 10-minütigen Ausschnitt der ersten Dokumentation noch vor Veröffentlichung gezeigt. Dazu wollten wir von ihr wissen, wie sie die Serie bewertet und was verbessert werden kann. Fast 8.000 Personen haben an der Umfrage teilgenommen.
Das Thema ist interessant
Sowohl das Thema "Scheitern" als auch die Idee der neuen Doku-Reihe konnte unsere Befragten begeistern (67 und 76 Prozent). Eine Mehrheit von 76 Prozent würde sich auf Basis des gezeigten Ausschnitts auch weitere Folgen anschauen. Das Thema spricht dabei grundsätzlich alle Altersgruppen an, jedoch fallen die Bewertungen mit steigendem Alter etwas negativer aus.
Ein positives Fazit
Der Ausschnitt der Doku-Reihe wird insgesamt positiv bewertet: spannend, dynamisch, verständlich – und tendenziell eher emotional. Elemente wie Schnitt oder szenische Rückblicke werden von den Befragten meist für "gut" befunden. Und schließlich konnte sowohl die Moderation von Lea-Sophie Cramer 66 Prozent überzeugen als auch die Geschichte des ersten, gezeigten Protagonisten: Sie gefiel 73 Prozent "gut" oder sogar "sehr gut". Allein die eingesetzte Musik war für etwa ein Drittel (32 Prozent) "nicht gut" oder "weniger gut", wobei hier die Bewertung der jüngeren Befragten besser ausfiel.
- The Finest Fckup
Lea-Sophie Cramer trifft Sebastian Kupfer, der mit seinem E-Mobility-Startup erst zum Held einer ganzen Region wird und dann fast im Gefängnis landet.
Das sagt die Redaktion
"Wir wollten Community-Feedback, weil wir mit diesem Format ganz neu an den Start gehen. Es scheitern zwar viele Unternehmen in Deutschland, aber es spricht niemand darüber. Scheitern ist immer noch Tabu. Aber wie die Umfrage zeigt, wird das Thema gut angenommen von Jung und Alt. Zudem versuchen wir in der Folge nebenher nützliches Wirtschaftswissen mitzugeben. Auch das findet bei vielen eine positive Resonanz. Wir sehen uns also bestätigt mit unserer Format-Idee. Vielen Dank für die konkreten Tipps und Vorschläge!"
Die Befragung fand im August 2024 statt.
Quelle: ZDFmitreden; Daten anhand soziodemografischer Merkmale gewichtet für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren. Keine Zufallsstichprobe, daher nicht bevölkerungsrepräsentativ.