Was zeichnet Sauerteig aus, warum sind Windbeutel innen hohl und Trüffel so unglaublich aromatisch? Oft sind des die unsichtbaren Kräfte, die über Aroma und Textur unseres Essens entscheiden.
Die beiden neuen Folgen der Terra X-Reihe „Chemie des Kochens“ widmen sich den Elementen Erde und Luft. Dr. Mai Thi Nguyen-Kim zeigt, wie Böden voller Mikroorganismen Aromen prägen und wie Gase, Sauerstoff und Wasserdampf darüber entscheiden, ob Speisen schmecken und gelingen.
Für ihre Spurensuche nach den Ursprüngen von Geschmack und Textur reist Dr. Mai Thi Nguyen-Kim zu Trüffelhainen in der Toskana, Weinbergen in Österreich, besucht Backstuben, Brauereien und Spitzenküchen Europas. Dabei entschlüsselt sie die verborgenen Kräfte, die aus einfachen Zutaten außergewöhnliche Lebensmittel machen. Denn lange bevor Gemüse, Kräuter oder fertige Speisen auf unseren Tellern landen, formt sie der Ort an dem sie entstehen stärker als wir es möglicherweise vermuten: Fruchtbare Erde liefert nicht nur Nährstoffe, der Boden ist ein komplexes Ökosystem, das maßgeblich beeinflusst, welche Aromen und Inhaltsstoffe sich überhaupt entwickeln. Und auch Luft wirkt als unsichtbare Zutaten in unserer Küche: Gase lassen Teige aufgehen, transportieren Aromen und sorgen dafür, dass ein Gebäck wie der Windbeutel seine typische Form erhält. Was als fertiges Gericht selbstverständlich erscheint, beruht nicht selten auf einem komplexen Zusammenspiel physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse, die ebenso faszinierend wie störanfällig sind. Schon kleine Veränderungen können darüber entscheiden, ob ein Rezept misslingt.
In der Terra X-Dokureihe „Chemie des Kochens“ begibt sich Dr. Mai Thi Nguyen-Kim auf die Spur dieser oft übersehenen Elemente in unseren Küchen. Das Herzstück der Reihe sind dokumentarische Reisen durch verschiedene Küchen und Kulturlandschaften Europas. Ob traditionelle Handwerkskunst, moderne Spitzengastronomie oder landwirtschaftliche Betriebe: An allen Orten wird deutlich, wie eng Genuss, Naturwissenschaft und Esskultur miteinander verbunden sind. Hochauflösende Makroaufnahmen, Zeitraffer und anschauliche Animationen machen die verborgenen Prozesse sichtbar und eröffnen einen neuen, gleichermaßen faszinierenden wie appetitlichen Blick auf das, was täglich auf unseren Tellern landet.
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