logo! - die Kindernachrichten des ZDF
Sieben Fakten zu Martin Luther King
Martin Luther ... war das nicht der Typ im Mittelalter mit den Thesen, der gegen die Kirche gewettert hat? Ja stimmt, aber dann gibt es auch noch Martin Luther King. Und das war jemand ganz anderes - wenn auch die Namensdoppelung kein Zufall ist, aber dazu später mehr. Martin Luther King wurde jedenfalls am 15. Januar 1929 in den USA geboren.
Lange Zeit hatten Schwarze in den USA viel weniger Rechte als Weiße: Zum Beispiel durften Schwarze damals in Bussen nicht neben Weißen sitzen und mussten in Restaurants sogar andere Eingänge benutzen. Schwarze durften auch nicht wählen. Diese Benachteiligung gegen Schwarze Menschen nennt man Rassismus.
Martin Luther King protestierte und kämpfte gegen diese Benachteiligung von Schwarzen und den Rassismus in der USA. Ihm war es wichtig, dass dieser Kampf für gleiche Rechte ganz ohne Gewalt stattfand. Sein Einsatz gemeinsam mit anderen Schwarzen war nach und nach erfolgreich: 1964 wurde die Trennung von Schwarzen und Weißen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Bussen und Restaurants beendet. 1965 erlaubte ein Gesetz, Schwarzen Menschen wählen zu gehen.
"Ich habe einen Traum"
Immer mehr Menschen hörten Martin Luther King zu und schlossen sich seinem Kampf gegen den Rasissmus an. Am 28. August 1963 hielt Martin Luther King eine Rede in der Stadt Washington - und die wurde weltberühmt:
Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt.
Martin Luther King
Diese berühmte Rede war aber überhaupt nicht so geplant - das und mehr Fakten über Martin Luther King haben wir hier für euch:
Am 28. August 1963 hatte Martin Luther King schon einige Minuten geredet und so richtig mitreißend war es diesmal irgendwie nicht. Da soll ihm die Gospelsängerin Mahalia Jackson zugerufen haben: "Erzähle ihnen von dem Traum." Martin Luther King soll daraufhin von seiner vorbereiteten Rede abgewichen sein und mit den Worten "I have a dream..." weitergemacht haben. Ein gutes Beispiel, dass vom Plan abweichen auch etwas Gutes haben kann ...
Martin Luther King - das klingt bis auf den Nachnamen genauso wie Martin Luther, der im späten Mittelalter die katholische Kirche verändern wollte. Martin Luther King hieß nicht von Anfang an so. Er wurde eigentlich nach seinem Vater benannt, der Michael King hieß. Dann allerdings reiste Papa King nach Deutschland und beschäftigte sich dort viel mit dem Leben von Martin Luther. Das hinterließ so tiefen Eindruck, dass er sich nach der Reise nach dem Vorbild des Deutschen umbenannte. Und seinen damals fünfjährigen Sohn gleich mit!
Martin Luther King bekam den Friedensnobelpreis mit gerade mal 35 Jahren verliehen - damit ist er der jüngste männliche Preisträger aller Zeiten!
King war so ein großer Fan der Serie “Star Trek” (Ja, die gibt’s seit den 60ern!), dass er sogar seinen Kindern erlaubte, es zu schauen - als einzige Fernsehsendung. Als die Schauspielerin Nichelle Nichols (sie spielte "Uhura") aufhören wollte, überredete er sie persönlich dazu, der Serie treu zu bleiben.
Martin Luther King wollte als Jugendlicher eigentlich Arzt oder Anwalt werden - bis er sein Redetalent entdeckte. Sein Vater war nämlich Pfarrer und spannte ihn häufiger als Hilfsprediger mit ein - und das schon im Alter von 17 Jahren! Dabei entdeckte der junge Martin, dass ihm Reden halten ziemlich Spaß macht und er studierte Theologie.
Warte mal, ist "Grammy" nicht ein Musikpreis? Ja, stimmt - aber Martin Luther King hat ihn trotzdem nicht für seine Gesangskünste gewonnen. Er gewann den Preis nämlich in der Kategorie "Best Spoken Word Recording" - also "beste gesprochene Worte" - im Jahr 1971, also nach seinem Tod.
Martin Luther King soll mehr als 30 Mal im Gefängnis gewesen sein! Klingt wie ein Schwerverbrecher - oder eben ein Bürgerrechtler. Denn bei den Verhaftungen ging es meist um "zivilen Ungehorsam", das sind zum Beispiel Protestaktionen. Das gehörte dazu, wenn man für die Rechte der Schwarzen kämpfte. Oft wurden ihm aber auch kleine Vergehen angehängt, die zu einer großen Sache aufgeblasen wurden: Zum Beispiel wurde er festgenommen und vor Gericht gestellt, weil er nach einem Umzug seinen Führerschein nicht in seinem neuen Wohnort angemeldet hatte.
Im April 1968 wurde Martin Luther King erschossen. Um an ihn zu erinnern, wird jedes Jahr am dritten Montag im Januar in den USA der Martin-Luther-King-Tag gefeiert.
Mehr Infos zum Thema
Diesen Text haben Meike und Karola geschrieben.