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Weihnachtsreise um die Welt!
Na, wer möchte mitreisen - einmal um die weihnachtliche Welt?
Quelle: colourbox
"Noel" heißt das Fest in Frankreich oder "navidad" in Spanien: Weihnachten gibt's auch in vielen anderen Ländern rund um den Globus. Das Fest feiern Millionen Menschen auf der ganzen Welt - und zwar ganz schön unterschiedlich.
Ungewöhnliche Weihnachtsbräuche in anderen Ländern
Quelle: imago
Schweden feiert an Weihnachten den Julbock. Das ist ein Ziegenbock aus Stroh. Den hängen sich viele Schweden als kleine Figur an den Weihnachtsbaum. Doch es gibt den Julbock nicht nur in klein, sondern auch in riesig! In der schwedischen Stadt Gävle steht jedes Jahr ein 13 Meter großer Julbock - so riesig, dass er es sogar ins Guiness-Buch der Rekorde geschafft hat. Ursprünglich stammt der Julbock aus alten, nordischen Erzählungen, in der zwei Böcke den Wagen des Gottes Thor gezogen haben sollen.
Quelle: ORF/Produktion West
Was steht bei eurer Familie an Heiligabend im Wohnzimmer? Vermutlich der Weihnachtsbaum, oder? Viele haben zwar auch eine Krippe, doch die ist meistens eher klein. In Italien steht die aufwändige Krippe dagegen oft im Mittelpunkt. Die Figuren zeigen meist Josef und Maria mit dem Jesuskind im Stall. Meistens sind Ochse und Esel dabei oder die Heiligen Drei Könige.
In Polen fängt das Fest erst an, wenn der erste Stern am Himmel zu sehen ist. Erst dann findet das große Festessen statt. Und nicht nur das ist eine Besonderheit: Am Esstisch wird auch immer für eine Person mehr gedeckt. So ist man immer gewappnet, falls unerwarteter Besuch an die Tür klopft.
Schon einige Tage vor Weihnachten laufen einige kolumbianische Familien Richtung Wald. Dort sind sie auf der Suche nach Moos für die Krippe, denn die ist sehr wichtig für das katholisch geprägte Land. Ab dem 16. Dezember sitzt man dann jeden Abend zusammen, betet und macht Musik. Dieser Brauch wiederholt sich in Kolumbien täglich, bis dann Heiligabend ist.
In Griechenland ziehen die Kinder am 24. Dezember mit Trommeln und Glocken durch die Straßen und singen Lieder. Dafür bekommen sie von den Erwachsenen kleine Geschenke. Die großen Geschenke gibt's erst in der Silvesternacht. Dann wird auch der Weihnachtskuchen gegessen, in dem eine Münze eingebacken ist. Wer die Münze findet, hat angeblich das ganze Jahr über Glück - also, gut kauen!
Auch in dem afrikanischen Land Kenia leben viele Christen. Die Kinder haben hier an Weihnachten ganz schön viel zu tun: Ihre Aufgabe ist es nämlich, das Haus für die Weihnachtsfeier zu putzen und zu schmücken und das Essen vorzubereiten.
Dieser Brauch stammt aus dem Mittelalter: Ab dem 13. Dezember, dem sogenannten Luca-Tag, fangen manche Ungarn an, einen Stuhl für den Weihnachtsabend zu bauen. An jedem Tag darf nur ein Holzstück hinzugefügt werden. Beim Weihnachtsgottesdienst am 24. stellt man sich dann auf den Stuhl und hält nach Hexen Ausschau. Glaubt man eine entdeckt zu haben, rennt man nach Hause, verbrennt den Stuhl und soll ein Jahr lang vor Hexen sicher sein.
Heiligabend findet in der Ukraine am 6. Januar statt. Dann sitzt die ganze Familie zusammen an einem Tisch. Auf dem steht nicht nur leckeres Essen, sondern auch Heu. Das verteilt man unter der Tischdecke und auf dem Boden, um an die Geburt Jesu im Stall zu erinnern.
Wer die Geschenke bringt
Wichtige Frage zum Schluss: Wer legt die Geschenke unter den Baum? In Deutschland kommt entweder der Weihnachtsmann oder das Christkind. Hier findet ihr heraus, welche Weihnachtswesen sich in anderen Ländern tummeln: