logo!: Forschung freut sich über stinkenden Exoplaneten

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    Dieser Exoplanet stinkt zum Himmel

    Würde man diesem Planeten zu nahe kommen, würden sich wohl sämtliche Nasenhaare kräuseln: Denn die Forschung ist sich einig - Exoplanet HD 189733 b riecht intensiv nach faulen Eiern. Aber genau das ist ein Grund zur Freude bei den Forschenden.
    Eine junge Frau hält sich die Nase zu, Exoplanet HD 189733 b mit grafischen gelben und orangenen Stinkwolken.
    Der Exoplanet HD 189733 b würde ziemlich stark nach faulen Eiern riechen - wenn man im Weltall riechen könnte.
    Quelle: Imago/Panthermedia/Zuma Press Wire

    Was die Geruchsnote über das Weltall verrät

    Was da nämlich so stinkt, ist der Schwefelwasserstoff, den die Forscherinnen und Forscher auf dem Planeten nachweisen konnten. Das konnte das Team anhand von Aufnahmen des James-Webb-Teleskops herausfinden. Die einzelnen Teilchen reflektieren nämlich das Licht unterschiedlich - und dank des Super-Teleskops weiß man nun, dass es dort Schwefelwasserstoff gibt. Das ist das erste Mal, dass Schwefelwasserstoff außerhalb unseres Sonnenssystems gefunden wurde. Forschende erhoffen sich davon, mehr über die Entstehung von Planeten dieser Art herausfinden zu können - und vielleicht sogar noch mehr kleine Stinker im All zu finden.
    Das mit dem Gestank ist übrigens überhaupt kein Problem - HD 189733 b ist 64 Lichtjahre von der Erde entfernt und ihm nahe zu kommen damit ziiiemlich schwierig. Und generell ist es auf HD 189733 b so ungemütlich, dass wohl niemand mit der Nase zu nahe kommt: Auf der lichtzugewandten Seite ist es 1.000 Grad heiß - auf seiner Schattenseite extrem kalt und es gibt Stürme von mehreren Tausend Kilometern pro Stunde. Stinkende Stürme ...? Okay, so schön die Vorstellung vom Stink-Planeten ist: Im Weltall können wir überhaupt nichts riechen. Warum das so ist und wie es wirklich riecht:

    Noch eine Weltraum-News!

    Und zwar ist Ariane 6 gestartet - und dieser Raketenstart ist etwas besonderes: Erstmal ist sie die erste europäische Rakete, die seit langer Zeit ins Weltall startet. Außerdem wurde die 56 Meter hohe und 540 Tonnen schwere Rakete schon vor 10 Jahren geplant und gebaut. Starten sollte sie eigentlich schon vor 4 Jahren – aber immer wieder gab es Probleme. Jetzt hat es endlich geklappt!
    Die Satellitenträgerrakete Ariane 6 der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ist vor ihrem Jungfernstart im Raumfahrtzentrum Guayana in Kourou, Französisch-Guayana
    Die Satellitenträgerrakete Ariane 6 der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)
    Quelle: AP

    Ariane 6 soll Satelliten ins Weltall bringen - ganz ähnlich wie ihre Vorgängerin Ariane 5. Mehr über sie und wieso wir ohne sie gar nichts von dem Stinker im All oben wüssten:
    27 Jahre  jung und schon in Rente - so ist das als Trägerrakete! Dabei hat sie echt das All gerockt. Ein Blick zurück auf ein aufregendes Raketenleben, das mit einer Riiiesen-Explosion begann.
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    Impression von Rosetta-Lander Philae
    Internationale Raumstation ISS
    dunkelblauer Hintergrund mit leuchtenden Sternen, darunter wolkenartiger, orange-brauner Nebel.
    Die nicht maßstabsgetreue Abbildung zeigt die Sonde "Juice", Jupiter (M) und die Monde Ganymed (l-r), Io, Europa und Kallisto.
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    Der nach einem deutschen Physiker benannte Satellit ist ein echtes Kommunikationstalent und kann als erster Satellit auch im All noch umprogrammiert werden. Damit…
    GALILEO-Satellit
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    Tschüss, Ariane 5!

    28 Jahre jung und schon in Rente - so ist das als Trägerrakete! Dabei hat sie echt das All gerockt. Ein Blick zurück auf ein aufregendes Raketenleben, das mit einer Riiiesenexplosion begann.

    Quelle: DLR/dpa


    Diesen Text hat Meike geschrieben.

    Hebt ab mit ganz viel Weltall-Wissen