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Der Schuman-Plan und die Montanunion
- Deutschland sollte nie wieder einen Krieg anfangen.
- Um das zu verhindern, sollten Frankreich und Deutschland bei Stahl und Kohle zusammenarbeiten.
- 1951 taten sich sechs Länder dafür zusammen.
Wie kann man verhindern, dass Deutschland jemals wieder einen Krieg anfängt? Das fragten sich viele Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Eine gute Idee hatte der französische Politiker Jean Monnet. Er überlegte, was ein Land braucht, um einen Krieg zu beginnen. Schnell war ihm klar, dass jedes Land Stahl und Kohle braucht, um einen Krieg zu führen. Stahl wird gebraucht, um Waffen zu bauen, und die Kohle, um Energie für Waffenfabriken zu gewinnen.
Jean Monnet hatte folgende Idee: Um zu verhindern, dass Deutschland wieder Waffen für einen Krieg bauen kann, muss die Stahl- und Kohleindustrie in Deutschland von einer europäischen Behörde kontrolliert werden.
Jean Monnet hatte folgende Idee: Um zu verhindern, dass Deutschland wieder Waffen für einen Krieg bauen kann, muss die Stahl- und Kohleindustrie in Deutschland von einer europäischen Behörde kontrolliert werden.
Jean Monnet
Quelle: Imago
1950: Schuman-Plan wird vorgestellt
Jean Monnet erzählte dem damaligen französischen Außenminister Robert Schuman von seiner Idee. Der war begeistert, entwickelte die Idee weiter und stellte 1950 schließlich den Schuman-Plan vor. Schuman wollte, dass nur Frankreich und Deutschland bei Stahl und Kohle zusammenarbeiten.
In seinem Plan stand, dass die gesamte Stahl- und Kohleindustrie Frankreichs und Deutschlands von einer Aufsichtsbehörde kontrolliert werden sollte. Robert Schuman glaubte, dass damit ein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland unmöglich würde.
Vom Plan zum Vertrag
Konrad Adenauer
Quelle: dpa
Konrad Adenauer war zu dieser Zeit deutscher Bundeskanzler. Er fand den Plan gut und stimmte ihm zu. Andere europäische Länder wollten auch mitmachen.
1951 vereinbarten Italien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und die Bundesrepublik Deutschland den Vertrag über die "Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl". Der wird auch "EGKS" abgekürzt oder auch "Montanunion" genannt. Sie war einer der ersten Schritte auf dem Weg zur Europäischen Union (EU).
1951 vereinbarten Italien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und die Bundesrepublik Deutschland den Vertrag über die "Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl". Der wird auch "EGKS" abgekürzt oder auch "Montanunion" genannt. Sie war einer der ersten Schritte auf dem Weg zur Europäischen Union (EU).