Radioaktive Strahlung können wir nicht wahrnehmen - nicht sehen, nicht riechen, nicht schmecken. Wenn wir zu viel von ihr abbekommen, kann sie uns allerdings schaden - denn sie greift unsere Zellen im Körper an, wodurch zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit steigt, an Krebs zu erkranken. Das klingt ziemlich gruselig!
Und jetzt tief durchatmen, wir verraten euch mal was, was erstmal richtig unheimlich klingt: Ihr könnt auf der Erde nirgendwo hingehen, ohne dass es dort radioaktive Strahlung gibt. Sie ist einfach überall! Aber keine Panik - die ist überhaupt nicht gefährlich. Denn bei Radioaktivität kommt es immer auf zwei Dinge an: Welche Art die Strahlung ist und vor allem auf die Dosis, also wie viel man davon abkriegt. Und die natürliche Grundstrahlung ist ziemlich gering.
Was Radioaktivität eigentlich ist
Aber ganz von vorne: Radioaktivität wird freigesetzt, wenn bestimmte Atome zerfallen. Atome, das sind die winzig, winzig kleinen Teilchen, aus denen unsere ganze Welt besteht. Mehr darüber erfahrt ihr im Video:
Wir erklären euch, was radioaktive Strahlung so genau ist.
1:11 min
Radioaktive Strahlung kann ganz natürlich vorkommen oder künstlich erzeugt werden - zum Beispiel in einem Atomkraftwerk. Da werden extra Atomkerne gespalten, um aus dieser Energie Strom herzustellen.
Drei Beispiele für Radioaktivität im Alltag
Wir haben euch ja schon verraten, dass Radioaktivität quasi überall ist - das ist die sogenannte terrestrische Strahlung. Denn radioaktive Stoffe kommen überall auf der Erde vor und breiten sich überall aus, zum Beispiel durch die Luft. Aber keine Sorge: Das ist eine ganz, ganz geringe und völlig ungefährliche Strahlung - aber sie ist eben da. Hier haben wir noch drei weitere strahlende Beispiele für euch:
Quelle: dpa / Frank Rumpenhorst
Waaas, fliegt das Flugzeug etwa mit Kernkraft? Nein, tut es nicht - genau genommen kann das Flugzeug überhaupt nichts dafür. Denn auch hier geht es um eine natürliche und nicht um eine künstlich erzeugt Strahlung - und zwar die kosmische Strahlung. Ja, ihr habt richtig gelesen, die kommt direkt aus dem All!
Durch Sonnenwinde und das Magnetfeld der Erde wird zwar ein Großteil der radioaktiven Teilchen aus dem Weltall abgelenkt. Aber in besonderer Höhe, also wenn man auf sehr hohe Berge steigt und eben auch beim Fliegen, ist man der sogenannten Höhenstrahlung ausgesetzt. Auch die ist allerdings ziemlich gering - selbst die Dosis, die Flugpersonal jährlich abbekommt ist noch völlig im grünen Bereich.
Quelle: ITN
Tatsächlich können alle Pflanzen radioaktive Stoffe aus dem Boden aufnehmen - und erreichen so auch Tiere und Menschen. Auch das ist eine natürliche Radioaktivität, der wir ausgesetzt sind und die sehr, sehr niedrig ist. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Paranüsse. In diesen Nüssen ist wegen eines bestimmten Stoffes tatsächlich mehr Radioaktivität enthalten als in anderen Lebensmitteln. Aber keine Angst - selbst wenn ihr jeden Tag Paranüsse essen würdet, wäre das noch nicht gefährlich.
Aber das ist noch nicht alles: Auch künstlich erzeugte Strahlung gelangt leider in Pflanzen und Tiere. Auch noch mehr als 30 Jahre nach dem Reaktorunfall des Atomkraftwerks in Tschernobyl sind zum Beispiel im Süden Deutschlands die Böden noch belastet - besonders die Waldböden. Deshalb enthalten bestimmte Pilze und Wildtiere dort radioaktive Strahlung. Zwar auch nicht sonderlich viel, trotzdem empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz in dieser Gegend eher keine oder wenig Pilze und Wildfleisch zu essen.
Die meiste radioaktive Strahlung im Leben bekommen wir tatsächlich bei medizinischen Untersuchungen ab. Es gibt verschiedene Untersuchungstechniken, bei denen man radioaktive Strahlung ausgesetzt wird - wie stark, das hängt davon ab, wie groß die Aufnahme ist und wo sie gemacht wird. Eine Röntgenaufnahme der Zähne bringt zum Beispiel viel weniger Strahlenbelastung, als wenn der ganze Brustkorb durchleuchtet werden muss.
Diese Untersuchungstechniken sind allerdings sehr wichtig für die medizinische Untersuchung und wenn man nicht gerade jeden Tag eine machen muss, ist das auch überhaupt nicht gefährlich. Außerdem wird viel darauf geachtet, dass solche Untersuchungen nicht unnötig gemacht werden und man möglichst gut dabei geschützt wird. Damit Ärzte und Ärztinnen dieser Strahlung nicht zu sehr ausgesetzt werden, gehen sie bei den Untersuchungen meistens aus dem Raum oder tragen Bleischürzen, die sie gegen die Strahlung schützen.
Diesen Text hat Meike geschrieben.
Deine Datenschutzeinstellungen
Wenn du noch nicht 16 Jahre alt bist, zeige diesen Text bitte deinen Eltern und lasse sie entscheiden.
Um dir eine optimale Website der ZDFmediathek, ZDFheute und ZDFtivi präsentieren zu können, setzen wir Cookies und vergleichbare Techniken ein. Einige der eingesetzten Techniken sind unbedingt erforderlich für unser Angebot. Mit deiner Zustimmung dürfen wir und unsere Dienstleister darüber hinaus Informationen auf deinem Gerät speichern und/oder abrufen. Dabei geben wir deine Daten ohne deine Einwilligung nicht an Dritte weiter, die nicht unsere direkten Dienstleister sind. Wir verwenden deine Daten auch nicht zu kommerziellen Zwecken.
Zustimmungspflichtige Datenverarbeitung • Personalisierung: Die Speicherung von bestimmten Interaktionen ermöglicht uns, dein Erlebnis im Angebot des ZDF an dich anzupassen und Personalisierungsfunktionen anzubieten. Dabei personalisieren wir ausschließlich auf Basis deiner Nutzung der ZDFmediathek, der ZDFheute und ZDFtivi. Daten von Dritten werden von uns nicht verwendet. • Social Media und externe Drittsysteme: Wir nutzen Social-Media-Tools und Dienste von anderen Anbietern. Unter anderem um das Teilen von Inhalten zu ermöglichen.
Du kannst entscheiden, für welche Zwecke wir deine Daten speichern und verarbeiten dürfen. Dies betrifft nur dein aktuell genutztes Gerät. Mit "Zustimmen" erklärst du deine Zustimmung zu unserer Datenverarbeitung, für die wir deine Einwilligung benötigen. Oder du legst unter "Einstellungen/Ablehnen" fest, welchen Zwecken du deine Zustimmung gibst und welchen nicht. Deine Datenschutzeinstellungen kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in deinen Einstellungen widerrufen oder ändern.