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Moderne Sklaverei?!
- Sklaverei ist zwar abgeschafft, aber Menschen werden immer noch ausgebeutet.
- Man nennt das auch "moderne Sklaverei".
- Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel bei der Produktion von Kleidung, Lebensmitteln oder Elektronik.
Sklaven oder Sklavinnen, damit meint man ursprünglich Menschen, die keine Rechte haben. Sie "gehören" praktisch anderen Menschen und müssen für diese arbeiten. Die Geschichte der Sklaverei erfahrt ihr hier.
Trotzdem werden viele Menschen heute noch ausgebeutet: Mit dem Begriff "moderne Sklaverei" meint man zum Beispiel Zwangsarbeit. Das heißt, Menschen werden zum Arbeiten gezwungen oder sie haben keine andere Wahl als zu arbeiten - oft für sehr wenig oder kein Geld. Davon betroffen sind vor allem Menschen in Not, die sich nicht wehren können, zum Beispiel sehr arme Menschen, Frauen oder Kinder.
Trotzdem werden viele Menschen heute noch ausgebeutet: Mit dem Begriff "moderne Sklaverei" meint man zum Beispiel Zwangsarbeit. Das heißt, Menschen werden zum Arbeiten gezwungen oder sie haben keine andere Wahl als zu arbeiten - oft für sehr wenig oder kein Geld. Davon betroffen sind vor allem Menschen in Not, die sich nicht wehren können, zum Beispiel sehr arme Menschen, Frauen oder Kinder.
Von moderner Sklaverei sind auch Kinder betroffen.
Quelle: imago
Das hat moderne Sklaverei mit uns zu tun
In Deutschland kaufen wir sogenannte "Risikoprodukte". Das sind Produkte, also Dinge, hinter denen Zwangsarbeit stecken könnte - bei denen also das Risiko sehr groß ist, dass es ganz oder teilweise von Menschen hergestellt wurde, die zur Arbeit gezwungen werden. Welche Dinge das sind, könnt ihr hier nachlesen:
Das sind "Risikoprodukte"
Quelle: Reuters/Luc Gnago
Schokolade besteht aus Kakaobohnen. Ein großer Teil der Kakaobohnen wird in den westafrikanischen Ländern Ghana und Côte d'Ivoire angebaut. Die Menschen sind dort oft sehr arm. Deswegen sind viele, auch Kinder, gezwungen, bei der Ernte der Kakaobohnen zu helfen.
Die Arbeit auf den Kakao-Plantagen ist oft hart und sogar gefährlich. Bei der Ernte werden oft scharfe Werkzeuge benutzt und schwere Säcke geschleppt. Außerdem werden häufig giftige Chemikalien eingesetzt.
Die Arbeit auf den Kakao-Plantagen ist oft hart und sogar gefährlich. Bei der Ernte werden oft scharfe Werkzeuge benutzt und schwere Säcke geschleppt. Außerdem werden häufig giftige Chemikalien eingesetzt.
Quelle: Reuters/Baz Ratner
In unseren Handys, Computern und Tablets stecken viele wertvolle Rohstoffe. Diese Rohstoffe kommen meistens aus Ländern in Afrika. In der Demokratischen Republik Kongo wird zum Beispiel Kobalt abgebaut. Das wird für die Akkus von Smartphones benötigt. In vielen solcher Minen gibt es Zwangsarbeit. Auch Kinder werden gezwungen, in Minen für den Abbau von Kobalt zu arbeiten.
Quelle: Reuters/Bernd Wuestneck
Kleidung wird oft in Ländern wie China, Indien oder Bangladesch hergestellt. In Fabriken, in denen zum Beispiel unsere Kleidung genäht wird, gibt es oft Zwangsarbeit: Dort müssen vor allem Frauen und Mädchen oft unter furchtbaren Bedingungen arbeiten - jeden Tag, viele Stunden lang. Für ihre Arbeit werden sie sehr schlecht oder sogar gar nicht bezahlt.
Wie ihr sehen könnt, hat moderne Sklaverei ziemlich viel mit uns und mit den Dingen zu tun, die wir im Alltag nutzen. Ganz auf die Produkte zu verzichten, das geht oft nicht. Aber: Trotzdem gibt es etwas, was ihr tun könnt, um moderne Sklaverei weniger zu unterstützen. So gehts:
Behaltet eure Smartphones länger
Hand aufs Herz: Man muss sich nicht jedes Jahr ein neues Handy kaufen. Stattdessen kann man es benutzen, bis es nicht mehr funktioniert. Das spart Rohstoffe und ist besser für die Umwelt.
Quelle: AP/Kiichiro Sato
Diesen Text haben Julia und Karola geschrieben.
1:07 min