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Aschenberg - Aschenberg Teil 1 - Die Anfänge

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Aschenberg Teil 1 - Die Anfänge
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Aschenberg Teil 1 - Die Anfänge
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Aschenberg – ein von Hochhäusern dominierter Stadtteil von Fulda. Auf dem Plateau hoch über der Stadt leben viele Menschen mit unterschiedlichen Zielen, Wünschen und Hoffnungen für die Zukunft. Wie klappt das Zusammenleben?

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Aschenberg Teil 1 - Die Anfänge
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Aschenberg – ein von Hochhäusern dominierter Stadtteil von Fulda. Auf dem Plateau hoch über der Stadt leben viele Menschen mit unterschiedlichen Zielen, Wünschen und Hoffnungen für die Zukunft. Wie klappt das Zusammenleben?

Ganz oben auf dem Aschenberg in Fulda thront ein Hochhaus. Es ist so etwas wie das Wahrzeichen des Stadtteils. Siebzig Wohnungen verteilen sich auf vierzehn Etagen. Viele, die hier wohnen, wären froh, wenn wenigstens der Aufzug fahren würde oder das Licht im Treppenhaus funktionierte.

Babuschka kämpft für Sauberkeit im Mietshaus

Katharina Hilkevic, von der Hausgemeinschaft liebevoll „Babuschka“ genannt, wohnt hier - im höchsten Haus der Stadt, in der Adenauerstraße. Der Zustand des Hauses ärgert sie. Die Nebenkosten wurden von der Wohnbaugesellschaft erhöht und zugleich werden die Wohnverhältnisse im Haus von Tag zu Tag schlimmer: Ein kaputter Aufzug, die Putzfrau und der Haumeister kommen scheinbar nur selten und Müll und Dreck in den Fluren und im Keller - Katharina Hilkevic will das nicht mehr hinnehmen. Die 73-jährige Rentnerin aus Kasachstan will kämpfen und organisiert eine Mieterversammlung.
Auch Fawad Ahmad wohnt in der Adenauerstraße 7. Er ist als Kind mit seiner Familie aus Pakistan auf den Aschenberg gezogen, hat hier fast sein ganzen Leben verbracht. Nun will der 21-Jährige seinen Realschulabschluss nachholen. Als Teenager ist er lieber mit seinen Jungs um die Blocks am Aschenberg gezogen, hat viel Mist gebaut, wie er sagt. Jetzt will er mit dem Realschulabschluss in der Tasche in ein neues Leben starten. "Von Nix kommt nix, und bestimmt kein Benz", sagt Fawad.

Der Stadtteil lebt vom Engagement Einzelner

Früher war der Aschenberg ein Problemviertel. Verschiedene Kulturen prallten aufeinander, es kam immer wieder zu Spannungen. Bis die Stadt eingriff. Der soziale Zusammenhalt unter den Menschen wurde gefördert, ein Bürgerzentrum entstand. Heute engagieren sich hier viele, so wie Nezam Kiniki und Christoph Eisermann. Beide sind Sozialarbeiter auf dem Aschenberg: sie helfen Jugendlichen bei Bewerbungen und sind immer da, wenn sie gebraucht werden.
Vor fünf Jahren gründeten die zwei Freunde den Fußballverein „SV Aschenberg United“, der in der Kreisliga B spielt. Er soll vor allem jungen Migranten eine Heimat geben, die von anderen Vereinen abgelehnt wurden. Doch der „SV Aschenberg United“ ist selbst ohne Heimat. Seit langem kämpfen die beiden Streetworker um einen eigenen Fußballplatz, um ihre Heimspiele hier oben auf dem Aschenberg austragen zu können.