"Fake Food - Die Tricks der Lebensmittelfälscher": Prof. Stephan Schwarzinger von der Universität Bayreuth steht in einem Labor und betrachtet eine Flasche Olivenöl, die er in der Hand hält.
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Gefälschter Honig, gepanschtes Olivenöl oder falsch gekennzeichneter Wein – überall in Europa, auch in Deutschland, werden gefälschte Lebensmittel gehandelt und verkauft.

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Gefälschter Honig, gepanschtes Olivenöl oder falsch gekennzeichneter Wein – überall in Europa, auch in Deutschland, werden gefälschte Lebensmittel gehandelt und verkauft.

Wie gelangen die Fälschungen in die Läden? Wie funktioniert das Geschäft, und wie kommt man Fälschern auf die Spur? Im Jahr 2018 wurden in Europa Lebensmittel im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro beschlagnahmt. Lebensmittelfälschung - ein Riesengeschäft.

Honig, Olivenöl, Alkohol

Auch in Deutschland sind gefälschte Lebensmittel auf dem Markt. Das zeigen Testkäufe, die im Auftrag des ZDF durchgeführt wurden. Dabei konnte unter anderem gefälschter Honig entlarvt werden. Honig, ein einfaches Naturprodukt, das normalerweise nicht weiterverarbeitet wird - und doch gehört er zu den am meisten gefälschten Lebensmitteln, genauso wie Olivenöl und Alkohol.

Gängige Qualitätsanalysen und Labortests reichen bei Weitem nicht aus, um allen Fälschungen auf die Spur zu kommen - und sind damit kein zuverlässiger Schutz für die Verbraucher. Die Forschung arbeitet an neuen Verfahren, doch kaum ist eine Methode entwickelt und zugelassen, wenden die Fälscher neue Tricks an: "Die Problematik beim Fälschen ist, dass die Fälscher ihre Methoden sehr schnell weiterentwickeln, ähnlich wie beim Doping im Sport", so Lebensmittelwissenschaftler Professor Stephan Schwarzinger von der Universität Bayreuth.

Lange Lieferketten machen Fälschen einfach

Viele Lebensmittel werden international gehandelt, importiert - und miteinander vermischt: Honige unterschiedlicher Herkunft landen in einem Glas. Auch Wein oder Olivenöl in einer Flasche kann von verschiedenen Produzenten aus unterschiedlichen Ländern sein. Je mehr gemischt wird, desto eher besteht die Gefahr der Fälschung. Und je länger und undurchsichtiger die Lieferketten sind, desto einfacher ist es für Fälscher, ihre Spuren zu verwischen.

Lebensmittel mit unterschiedlicher Herkunft stellen Behörden und Ermittler vor eine große Herausforderung. Reichen aktuelle gesetzliche Regelungen aus? Und welche Verantwortung tragen Hersteller und der Lebensmitteleinzelhandel?

Die Doku begleitet die Kontrolleure auf ihrer Spurensuche. Wie viel Sicherheit können sie garantieren? Die Lebensmittelüberwachung in Deutschland kann ihren gesetzlichen Auftrag nur lückenhaft erfüllen, kritisiert jedenfalls der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure. Der Grund: chronischer Personalmangel.